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Erfreulicher Start für die Krueger-Auswahl

Die Ouvertüre zur Heim-WM-Saison ist der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft geglückt: Im Test gegen Team Canada in Rapperswil-Jona gewannen sie verdient mit 4:2.

Im 101. Vergleich zwischen der Schweiz und einer kanadischen Auswahl fiel die Entscheidung vor immerhin 5228 Zuschauern im Schlussdrittel. Beat Forster traf endlich im Überzahlspiel, als zwei Kanadier auf der Strafbank Platz genommen hatten (46.). Und Captain sowie Jubilar Sandy Jeannin gelang in seinem 200. Länderspiel 29 Sekunden vor Ende in Unterzahl ein Empty Netter. Der Sieg ging letztlich in Ordnung: Die Schweizer waren im letzten Drittel frischer und wiesen ein läuferisches Plus auf. Ausserdem erarbeiteten sie sich in einem unterhaltsamen Spiel mehr Torchancen und überzeugten im Boxplay.

Ambühls frühes Goal

Dauerläufer Andres Ambühl nach 63 Sekunden und Ivo Rüthemann (9.) nach perfekten Zuspielen von Félicien Du Bois respektive Thierry Paterlini brachten das Team von Coach Ralph Krueger in Führung. Tiger Martin Kariya und Servettes Playmaker Serge Aubin konnten jeweils ausgleichen (6./15.). Bei beiden Gegentreffern machte Florian Blatter eine unglückliche Figur: Der HCD-Verteidiger liess beiden Torschützen zu viel Spielraum.

Mängel im Abschluss

Eine frühzeitige Siegsicherung vergaben die Gastgeber im mittleren Abschnitt, als sie sechs hochkarätige Chancen ausliessen. Schlimmste Sünder im Abschluss waren der schnelle Peter Guggisberg sowie Thomas Déruns. Auch im Powerplay versagten die Schweizer, selbst als sie 65 Sekunden lang in doppelter numerischer Überzahl agieren konnten. Zuvor hatte der Kanadier Andy Delmore nur den Pfosten getroffen (25.).

Von den aufgebotenen drei Neulingen gaben Doppelbürger Ryan Gardner (Ka/Sz) und Matthias Bieber ihr Debüt im Dress der SEHV-Auswahl, während Leonardo Genoni die Rolle als Ersatzgoalie übernahm. Dabei bewies Gardner, wie nützlich er für seine neue Heimat sein kann. Beim 1:0 gab er einen Assist, beim 3:2 verdeckte er geschickt die Sicht des unsicher wirkenden Nürnberger Goalies Frederic Cassivi. Dessen Gegenüber Ronnie Rüeger steigerte sich nach etwas unglücklichem Beginn markant. Vor allem in der Schlussphase, als zuviele Schweizer eine Strafe nahmen, intervenierte der Schlussmann der Flyers mehrmals souverän. Am Ende war Rüeger mit 32 Paraden gar der Matchwinner.

Domenico Pittis verletzt

Vor allem für Gardner war es ein spezieller Abend: Als Kanadier und neuer Schweizer Bürger konnte er vor dem ersten Bully gleich beide Nationalhymnen hören. Es sei schon speziell, beide Töne als Spieler auf dem Eis zu vernehmen. Aber letztlich habe er sich auf seine Aufgabe konzentriert. Und die heisse nun, mit der Schweiz zu gewinnen.

Wenig erfreulich verlief das Prestigeduell der mehrheitlich in der Schweiz engagierten kanadischen Profis und Kruegers Auswahl für Domenico Pittis. Der Center der ZSC Lions schied nach einer Charge von Déruns mit Verdacht auf eine Hirnerschütterung aus.

Gedenkminute für Jim Koleff

Vor der Partie wurde eine Gedenkminute für den am Wochenende an Krebs verstorbenen Jim Koleff eingelegt. Koleff wird am Mittwoch in Lausanne in einer öffentlichen Zeremonie gebührend verabschiedet.

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