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Eine Woche zu viel des Guten für die Tigers

Die SCL Tigers bleiben in ihrem dritten Spiel innert vier Tagen bis am Schluss am EV Zug dran, verlieren am Ende aber 2:3.

Flurin Randegger kommt nicht gegen den Zuger Sven Senteler an.
Flurin Randegger kommt nicht gegen den Zuger Sven Senteler an.
Keystone
Langnau-Goalie Damiano Ciaccio in Lauerstellung.
Langnau-Goalie Damiano Ciaccio in Lauerstellung.
Keystone
Pascal Berger im Duell mit Garrett Roe.
Pascal Berger im Duell mit Garrett Roe.
Keystone
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In der Zuger Bossard-Arena war am Freitag Fasnacht. Allerdings nur in der ersten Drittelspause, die eine lokale Guggenmusik mit ihrem Programm füllen durfte. Davor und danach: bierernst.

Die Aufgabe war für die Langnauer ja nicht die einfachste. Der EVZ ist das viertbeste Heimteam der National League, keine Mannschaft holte in den letzten fünf Spieltagen mehr Punkte. Wobei sich die Langnauer in dieser Statistik nicht verstecken müssen: Sie belegen Platz drei.

Auf dem Eis waren die Emmentaler am Freitagabend gar die Nummer eins, zumindest zu Beginn der Partie. Sie spielten erfrischend offensiv, durften schon in der 4. Minute in Überzahl spielen und gingen fast in Führung.

In diesem Powerplay wie auch später offenbarte sich aber das altbekannte Problem der Tigers: Sie sind zu wenig produktiv. Yannick-Lennart Albrecht, Aaron Gagnon und Stefan Rüegsegger boten sich vorzügliche Chancen zur Führung, keiner schlug zu.

Viele Ausfälle bei den Tigers

Die Emmentaler mussten auch am Freitag auf die verletzten Antti Erkinjuntti und Thomas Nüssli sowie den kranken Anton Gustafsson verzichten, alles be­währte Offensivkräfte.

Zudem fehlte Alexei Dostoinov, er hatte am Vorabend gegen den HCD eine «Oberkörperverletzung» erlitten; es dürfte sich um eine Gehirnerschütterung handeln. Zudem fiel Cam Barker früh aus, er verletzte sich am Fuss und klagte über starke Schmerzen.

«Für den weiteren Spielverlauf hätte es uns geholfen, früh in Führung zu gehen», sagte Langnau-Coach Heinz Ehlers später. Genau das gelang aber dem Heimteam: Carl Klingberg traf in der 11. Minute, er nützte ein Durcheinander in der Langnauer Abwehr aus und bezwang Damiano Ciaccio.

Klingbergs Treffer fiel so ziemlich aus dem Nichts und brachte Zug erst richtig ins Spiel, Langnau aber nicht aus dem Konzept. Obwohl jetzt einem markant besseren Gegner gegenübergestellt, gelang Nils Berger in der 17. Minute der Ausgleich. Berger traf auf Pass von Albrecht, nachdem er zuvor seinen Vorlagengeber im Fallen angespielt und sich rechtzeitig wieder aufgerappelt hatte.

Gagnon trifft zu spät

Die Emmentaler Freude währte nur kurz: Knappe anderthalb Minuten nach Bergers Torpremiere in der laufenden Saison erhöhte Dominic Lammer auf 2:1. Er zog den Schuss dem Pass auf den ­mitgelaufenen Sven Senteler vor, das 3:1 fiel gerade umgekehrt: Lammer luchste Federico Lardi hinter Ciaccio den Puck ab und passte auf Senteler – die Partie war entschieden. Gagnon gelang zwar 37 Sekunden vor Spielende noch der Anschlusstreffer, aber der kam zu spät.

Drei Partien in den letzten vier Tagen und ein ausgeruhter Gegner – für die Tigers war das dieswöchige Programm wohl zu viel des Guten. «Ich habe grossen Respekt davor, wie meine Spieler gekämpft haben», sagte Ehlers. Und: «Die Olympiapause kommt für uns gerade richtig. Ich hoffe, dass einige Spieler wieder fit werden». Das Team habe jetzt neun Tage frei. Dann gilt es wieder ernst, und das kapitale Spiel gegen Genf, das wohl über die Playoff-Teilnahme entscheiden wird, steht an.

Matchtelegramm:

Zug - SCL Tigers 3:2 (2:1, 0:0, 1:1) 7148 Zuschauer. - SR Eichmann/Massy, Kaderli/Kovacs. - Tore: 11. Klingberg 1:0. 17. Nils Berger (Albrecht) 1:1. 19. Lammer (Geisser) 2:1. 48. Senteler (Lammer) 3:1. 60. (59:23) Gagnon 3:2 (ohne Goalie). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Stalberg; Elo.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Leeger; Helbling, Geisser; Klingberg, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Stalberg; Lammer, Diem, Senteler; Zehnder, Kast, Schnyder.

SCL Tigers: Ciaccio; Zryd, Barker; Huguenin, Blaser; Erni, Lardi; Seydoux; Rüegsegger, Gagnon, Thuresson; Elo, Albrecht, Nils Berger; Kuonen, Pascal Berger, Neukom; Gerber, Peter, Randegger.

Bemerkungen: Zug ohne Grossmann und Haberstich. SCL Tigers ohne Stettler, Erkinjuntti, Dostoinow, Nüssli (alle verletzt), Gustafsson (krank) und Himelfarb (überzähliger Ausländer). - Timeout SCL Tigers (59:23). - SCL Tigers von 58:55 bis 59:23 und von 59:29 bis 59:57 ohne Goalie.

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