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Eine blamable Vorstellung der Nati

Die Schweizer Eishockeyaner kassieren im ersten von zwei Testspielen gegen die B-WM-Nation Österreich in Feldkirch eine unerwartete 1:3-Pleite.

Miserable Leistung: Die Schweizer Auswahl muss sich B-Gegner Österreich beugen.
Miserable Leistung: Die Schweizer Auswahl muss sich B-Gegner Österreich beugen.
Keystone

Schon am Donnerstag bietet sich an selber Stätte Gelegenheit, den Fauxpas gegen Aussenseiter auszubügeln. Die Schweizer gingen in der 13. Minute in Führung. Klotens Félicien Du Bois schickte den Zuger Damien Brunner in die Umlaufbahn, und der Qualifikations-Topskorer vollendete sicher per Backhand. Die Reaktion der Gastgeber blieb aber nicht aus. Gregor Baumgartner lenkte in doppelter Überzahl einen Schuss unhaltbar ab und 96 Sekunden später erwischte Manuel Geier den Schweizer Keeper Martin Gerber mit einem nicht unhaltbaren Schuss.

Die Schweizer waren im Schlussabschnitt sichtlich gewillt, die erste Niederlage gegen Österreich seit dem 11. Februar 1997 und nach acht Siegen und drei Unentschieden abzuwenden. Sie drückten auf den Ausgleich und kamen durch Simon Moser, Julien Sprunger sowie durch Roman Wick zu mehreren Offensivaktionen. Die österreichischen Ausflüge ins Drittel von Martin Gerber waren seltener, Manuel Latusa (47.) und Thomas Raffl (55.), verpassten aber die mögliche Entscheidung. In der vorletzten Minute sorgte dann Johannes Kirisits mit dem 3:1 für grossen Jubel unter dem österreichischen Teil der 1500 Fans.

Im Mitteldrittel der nicht sehr körperbetont geführten Partie gegen den WM-B-Gegner waren die Schweizer dem Ausgleich zum 2:2 mehrmals nahegestanden. Matthias Bieber, Kevin Romy und Roman Wick sowie zweimal Damien Brunner reüssierten aber nicht und einem Treffer von Robin Grossmann aus der neutralen Zone wurde die Anerkennung versagt, weil sich noch ein Kollege im gegnerischen Drittel befand.

Wenigstens eine gute Nachricht

Nach der Pleite und den Absagen von Rafael Diaz und Yannick Weber für die A-WM gibt es aus Nordamerika dennoch positive Nachrichten für Trainer Sean Simpson: Sowohl Verteidiger Mark Streit als auch Stürmer Nino Niederreiter rücken nächste Woche ins Vorbereitungs-Camp der Nati ein. Das Management der New York Islanders hat für beide Spieler die definitive Freigabe für die WM in Finnland und Schweden erhalten. Niederreiter steht bereits ab Montag, 16. April, für die Nationalmannschaft im Einsatz. Mark Streit stösst am Dienstag, 24. April, zum Team.

Die WM-Teilnahme von Luca Sbisa ist noch nicht definitiv. Der Nationalverteidiger der Anaheim Ducks muss sich vor einer möglichen Freigabe einem ärztlichen Check-up unterziehen.

Jonas Hiller ist nicht dabei

Nach einer NHL-Saison mit 73 Einsätzen für die Anaheim Ducks verzichtet Goalie Jonas Hiller auf eine WM-Teilnahme. 73 Spiele sind für Torhüterverhältnisse eine hohe Belastung und hinterlassen Spuren.

Für den 19-Jährigen Bündner Nino Niederreiter in Diensten der New York Islanders ist die zweite WM-Teilnahme nach 2010 die Chance, eine aus persönlicher Warte durchschnittliche Saison zu einem positiven Ende zu bringen. In 55 Spielen mit den «Isles» glückte Niederreiter nur ein Skorerpunkt (ein Tor), und er fuhr mit Minus 29 die zweitschlechteste Bilanz aller Spieler der Liga ein.

si/fal

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