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Ein schwedischer Coach für die ZSC Lions?

Stilwechsel bei den Zürchern: Nächste Saison soll ein Schwede das Team coachen.

Interessanter Kandidat: Roger Rönnberg von Frölunda.
Interessanter Kandidat: Roger Rönnberg von Frölunda.
Keystone

Die Trainerfrage der ZSC Lions ist eine der interessantesten offenen Personalien für die nächste NLA-Saison. Seit klar ist, dass Marc Crawford gehen muss, wird viel spekuliert. Klingende Namen wie Mike Keenan oder Erkka Westerlund wurden ins Feld geführt, doch es ist zu vernehmen, dass die Zürcher eine neue Richtung einschlagen wollen: Sie interessieren sich für Schweden. Die Stockholmer Boulevardzeitung ­«Expressen» vermutet, dass das neue Zürcher Coachingduo Hans Wallson/Lars Johansson heisst. Wallson ist derzeit Headcoach, Johansson General Manager beim Spitzenclub Skellefteå. Und beide sind für nächste Saison noch ungebunden.

Der 49-jährige Wallson wurde mit dem Club aus Nordschweden 2014 Meister, aktuell führt Skellefteå im Halbfinal gegen Växjö 2:1. Es gibt aber auch ­andere interessante Schweden: Jonas Rönnqvist (42) führte von 2010 bis 2014 Luleå und geniesst in Schweden ein ­hohes Ansehen – in diesem Winter gönnt sich der frühere NHL-Stürmer eine Auszeit. Er wäre noch frei. Für nächste Saison unter ­Vertrag stehen ­Roger Rönnberg (44) von Frölunda sowie Växjös Sam Hallam (36), der 2015 Meister wurde. Es ist aber denkbar, dass sie sich eine Ausstiegsklausel für einen Wechsel ins Ausland ausbedungen haben. Aktuell sind sowohl Wallson wie Rönnberg und Hallam noch im Playoff engagiert.

Juniorenförderung als Priorität

Bei den ZSC Lions will man sich nicht konkret zur Trainerfrage äussern. «Wir informieren, wenn wir einen Trainer verpflichtet haben», sagt CEO Peter Zahner. «Klar ist, dass wir einen Mann suchen, der unsere Philosophie leben kann. So selbstbewusst dürfen wir sein. Wir brauchen einen, der bereit ist, mit den Spielern Sonderschichten zu schieben und die Jungen weiterzubringen.» Dabei spiele der Pass keine Rolle.

Da Schweden aktuell die Vorreiterrolle in der Juniorenförderung einnimmt und eine neue Generation von Coaches, die ein läuferisch betontes Eishockey spielen lässt, aufgekommen ist, macht eine Orientierung nach Norden durchaus Sinn. In dieser Hinsicht wäre Frölundas Rönnberg wohl der interessanteste Mann, coachte er doch drei Jahre lang die schwedische U-20 und ­gewann mit ihr 2012 WM-Gold.

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