Die zweite Powerplay-Formation kommt in Fahrt

Ein frühes Tor und gute Arbeit vor Goalie Niklas Schlegel – die Berner machen einen Schritt vorwärts.

Tristan Scherwey im Duell mit Lukas Lhotak.

Tristan Scherwey im Duell mit Lukas Lhotak.

(Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Adrian Ruch

Nach fünf Niederlagen in Folge war die Frage, was die Mannschaft Kari Jalonens aus ihren Fehlern gelernt hatte. Beim 3:1-Sieg gegen Gottéron lohnte sich der Blick auf ein paar Punkte.

Startphase. Zuletzt war der SCB dreimal früh in Rückstand geraten. Die Berner liessen auch in Freiburg früh zwei gute Chancen zu, doch Lukas Lhotak schoss in der 3. Minute Niklas Schlegel an, Ralph Stalder aus noch besserer Position daneben. Nach 244 Sekunden schloss Thomas Rüfenacht eine schöne Kombination aus kurzer Distanz erfolgreich ab. Der SCB führte 1:0 – Auftrag erfüllt.

Dominanz im Slot. Wer sich in Tornähe ein Übergewicht verschafft, ist im Eishockey oft entscheidend im Vorteil. Bis zur Spielhälfte stiessen die Mutzen ausser beim Führungstreffer nie in die Zone vor Reto Berra vor, die Gastgeber waren vorerst gefährlicher. Als die Besucher aggressiver in den Slot vordrangen, Ablenker kreierten und für Abpraller sorgten, veränderte sich die Physiognomie der Partie.

Plötzlich hatte der SCB die Oberhand und der Freiburger Goalie alle Hände voll zu tun. «Wir waren im Slot besser als auch schon, müssen aber noch mehr Abpraller erreichen», sagte Center André Heim. Jalonen war vor allem zufrieden, dass sein Team Schlegel besser abgeschirmt hatte als zuletzt.

Special Teams. Zuerst sah es aus Berner Perspektive schlecht aus. Als der SCB zum einzigen Mal in Unterzahl war, brannte es vor Schlegel lichterloh; nur mit grossem Glück kamen die Besucher um einen Treffer herum. Im Powerplay agierten die Mutzen derweil zweimal harm- und ideenlos.

Doch im dritten Versuch machte es klick, der SCB kreierte Chance um Chance und wurde schliesslich durch einen schönen Direktschuss Heims belohnt. «Wir haben eine zweite funktionierende Powerplay-Einheit gefunden – das ist sehr wichtig», hielt Jalonen fest. «Wir wollen immer mindestens ein Überzahltor schiessen, das haben wir geschafft», sagte Heim.

Produktion hintere Linien. Für das 1:0 zeichnete einmal mehr die Topformation verantwortlich. In der Folge verteilten sich die Möglichkeiten relativ gleichmässig auf drei Linien, wobei das Trio Scherwey/Heim/Sciaroni etwas gefährlicher wirkte als die Linie Ebbett/Mursak/Praplan. Inti Pestoni, der seit dem Startspiel angeschlagen ist, fehlte derweil zum zweiten Mal.


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