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Die kleine Rolle für den grossen NHL-Traum

Gaëtan Haas entschied den Playoff-Final für den SC Bern, ging als Niemand nach Edmonton und erkämpfte sich einen NHL-Platz.

Gaëtan Haas war in der Schweiz ein dominanter Spieler und Punktesammler. Nun kämpft er für Edmonton in der vierten Linie um Eiszeit und Einfluss (Bild: David Becker/Keystone)

Gaëtan Haas war in der Schweiz ein dominanter Spieler und Punktesammler. Nun kämpft er für Edmonton in der vierten Linie um Eiszeit und Einfluss (Bild: David Becker/Keystone)

Reto Kirchhofer@rek_81

Mit 27 Jahren musste Gaëtan Haas bei null beginnen. Er sagt: «In der Schweiz kennen mich viele. In Nordamerika kannte mich keine Sau.»

Der Seeländer hatte vieles, was sich ein Eishockeyprofi wünscht: einen bestens dotierten Vertrag, viel Eiszeit und Vertrauen beim SC Bern, eine Mannschaft mit Meisterambitionen, Freundin und Kollegen in nächster Nähe.

Was er ebenfalls hatte: den Traum, NHL-Spieler zu werden. Und so entstieg er im vergangenen August dem gemachten Nest, zog als ungedrafteter Spieler nach Edmonton. «Dort hatte niemand auf mich gewartet», sagt Haas. Er fühlte sich an seine Juniorenzeiten erinnert, musste sich «von Neuem beweisen». Mittlerweile steht Haas bei 36 NHL-Partien für die Edmonton Oilers. «Ich habe die Chance gepackt, das macht mich stolz. Es war ein grosser Schritt.» Einer, den ihm in der Schweiz längst nicht alle zugetraut hatten.

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