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Der ZSC meldet sich zurück

Die ZSC Lions wenden das Blatt nach einem frühen Rückstand durch zwei Tore im Schlussdrittel und bezwingen Zug 3:1. Die Kloten Flyers unterliegen in Bern knapp, aber verdient.

Der dritte Auswärtssieg in Folge: Die Lions feiern ihren Sieg gegen Zug.
Der dritte Auswärtssieg in Folge: Die Lions feiern ihren Sieg gegen Zug.
Keystone

Auswärts läuft es den ZSC Lions besser als zuhause. Die letzten drei Spiele im Hallenstadion gingen allesamt verloren, auswärts gewannen sie hingegen nun ebenfalls dreimal in Folge. Die Entscheidung fiel durch ein kurioses Tor von Mike Künzle. Der Zürcher erwischte Zugs Goalie Tobias Stephan, der ansonsten stark spielte und seine Mannschaft lange in der Partie hielt, in der 42. Minute mit einem Schuss von hinter der Torlinie via Schlittschuh. Die Siegsicherung gelang achteinhalb Minute vor Schluss Jungstar Auston Matthews mit seinem vierten Saisontor.

Die sowieso schon lange Absenzenliste der Zürcher war durch die Sperre für ein Spiel gegen Fabrice Herzog nach seinem Check gegen den Kopf von Servettes Fransson am Freitag und die Verletzung des Amerikaners Ryan Shannon noch länger geworden. Dennoch gelang dem Team von Marc Crawford eine starke Reaktion auf das blamable 0:4 gegen Servette.

Nachdem sie in Unterzahl bereits in der siebten Minuten erneut in Rückstand geraten waren (Immonen), konterten sie sofort durch einen Treffer Ryan Kellers. Danach waren sie in einer schnellen Partie spielbestimmend, mussten aber bis ins letzte Drittel warten, ehe sich dies auszahlte. Zug verlor erstmals seit der 2. Runde - und sechs Siegen in Serie - wieder.

Bern wieder über dem Strich

Es war in der PostFinance-Arena eine wenig spektakuläre Partie. Rüfenacht sorgte in der 47. Minute mit seinem ersten Saisontreffer für einen der wenigen Höhepunkte. Das Powerplay-Tor war gleichbedeutend mit der Entscheidung. Nach zuletzt zwei Heimniederlagen versöhnte der SCB sein Publikum zumindest mit drei Punkten. Und die hoch gehandelten Berner hievten sich gleichzeitig in der Tabelle wieder über den Strich.

Das Team von Trainer Guy Boucher beendete zudem die drei Partien andauernde Siegesserie von Kloten. Die Berner, die im Verlauf der Partie Chuck Kobasew (Verdacht auf Hirnerschütterung) und Andrew Ebbett (Knieverletzung) verloren, besassen mehr Spielanteile und verdienten sich den Erfolg - obwohl auch sie sich nur wenige Chancen erspielten.

Defensiv verdienten sich beide Teams gute Noten. Und deshalb war es auch keine Überraschung, dass die ersten beiden Treffer nach gegnerischen Fehlern entstanden. Bereits in der 3. Minute profitierte Simon Moser von einem Klotener Puckverlust. Der Stürmer erzielte seinen vierten Saisontreffer. Und das 1:1 für Kloten nach nur 40 Sekunden im zweiten Abschnitt entstand nach einem Abpraller von Marco Bührer.

Fribourg mit der ersten Niederlage

Im neunten Spiel erwischte es Fribourg-Gottéron als letztes Team: Die Drachen waren in Lugano (1:4) nach einem desolaten Startdrittel und einem Hattrick von Grégory Hofmann bereits geschlagen und fanden nie ins Spiel. Die Tessiner hingegen verbesserten sich mit dem Sieg – dem dritten Heimsieg gegen Fribourg in Folge – vom 10. auf den 7. Platz. Die Tabellenspitze musste Gottéron trotz der Niederlage nicht abgeben, weil Verfolger Zug den ZSC Lions unterlag.

Mit dem SC Bern und Schweizer Meister Davos kommen zwei Schwergewichte der Liga langsam besser in Fahrt. Die Bündner gewannen in Genf gegen Servette (4:2) zum zweiten Mal an diesem Wochenende. In die andere Richtung geht es für Biel (0:2 gegen Lausanne). Die Seeländer haben in den letzten drei Spielen 1 Tor geschossen und 13 kassiert. Aufsteiger SCL Tigers gewann erst zum zweiten Mal (4:2 gegen Ambri).

Telegramme:

Zug - ZSC Lions 1:3 (1:1, 0:0, 0:2)

6788 Zuschauer. - SR Eichmann/Michael Küng, Fluri/Kovacs. - Tore: 7. (6:35) Immonen (Holden, Bouchard/Ausschluss Hächler) 1:0. 8. (7:49) Keller (Bergeron) 1:1. 42. Künzle 1:2. 52. Matthews (Bergeron, Suter) 1:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Bouchard; Blindenbacher.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Grossmann, Ramholt; Alatalo, Morant; Blaser, Erni; Martschini, Holden, Suri; Lammer, Immonen, Bouchard; Zangger, Senteler, Fabian Schnyder; Bürgler, Diem, Marchon.

ZSC Lions: Schlegel; Geering, Bergeron; Blindenbacher, Siegenthaler; Seger, Phil Baltisberger; Hächler; Keller, Matthews, Schäppi; Künzle, Trachsler, Suter; Wick, Cunti, Nilsson; Bärtschi, Malgin, Neuenschwander.

Bemerkungen: Zug ohne Thibaudeau, Lüthi und Peter, ZSC Lions ohne Shannon, Flüeler, Daniel Schnyder, Karrer, Fritsche und Chris Baltisberger (alle verletzt) und Herzog (gesperrt). Zug ab 57:34 ohne Torhüter.

Bern - Kloten Flyers 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)

15'364 Zuschauer. - SR Massy/Prugger, Gnemmi/Peter Küng. - Tore: 3. Moser 1:0. 21. (20:40) Kolarik 1:1. 47. Rüfenacht (Ebbett/Ausschluss Liniger) 2:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers. - PostFinance-Topskorer: Conacher; Kolarik.

Bern: Bührer; Beat Gerber, Blum; Helbling, Untersander; Krueger, Jobin; Kreis, Flurin Randegger; Kobasew, Ebbett, Conacher; Moser, Plüss, Pascal Berger; Alain Berger, Smith, Bodenmann; Scherwey, Rüfenacht, Reichert.

Kloten Flyers: Martin Gerber; Stoop, von Gunten; Back, Gustafsson; Frick, Schelling; Collenberg; Lemm, Santala, Hollenstein; Kolarik, Liniger, Bieber; Kellenberger, Olver, Casutt; Leone, Obrist, Praplan; Hasani.

Bemerkungen: Bern ohne Gian-Andrea Randegger, Hischier und Müller (alle überzählig), Kloten Flyers ohne Guggisberg, Harlacher und Boltshauser (alle verletzt). Kobasew mit Verdacht auf Hirnerschütterung (41.) und Ebbett mit Knieverletzung (57.) ausgeschieden. Timeout Kloten Flyers (59:10), Kloten Flyers danach ohne Torhüter.

Die übrigen Resultate: Biel - Lausanne 0:2 (0:0, 0:0, 0:2). Genève-Servette - Davos 2:4 (0:1, 1:0, 1:3). Lugano - Fribourg-Gottéron 4:1 (3:0, 0:0, 1:1). SCL Tigers - Ambri-Piotta 4:2 (2:1, 0:1, 2:0). Zug - ZSC Lions 1:3 (1:1, 0:0, 0:2).

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