Zum Hauptinhalt springen

Der Sturmlauf in die Frustration

Die ZSC Lions dominierten den HC Davos und unterlagen 2:3 nach Penaltys. 54:16 Schüsse reichten nicht zum Sieg.

Bittere Playoff-Pille für Goalie Lukas Flüeler und seine Kollegen: Obwohl phasenweise drückend überlegen, verlieren die ZSC Lions im Hallenstadion gegen den HC Davos mit 2:3 nach Penaltys.
Bittere Playoff-Pille für Goalie Lukas Flüeler und seine Kollegen: Obwohl phasenweise drückend überlegen, verlieren die ZSC Lions im Hallenstadion gegen den HC Davos mit 2:3 nach Penaltys.
Keystone
Der Jubel ist bei den Bündnern gross. Sie haben für eine durchschnittliche Leistung einen sehr grossen Lohn erhalten. Der HCD gelingt das Break, er führt in der Best-of-7-Final-Serie mit 2:1 Siegen.
Der Jubel ist bei den Bündnern gross. Sie haben für eine durchschnittliche Leistung einen sehr grossen Lohn erhalten. Der HCD gelingt das Break, er führt in der Best-of-7-Final-Serie mit 2:1 Siegen.
Keystone
Löwen-Dompteur Marc Crawford kann seinen Spielern keinen Vorwurf machen. Letztlich ist die Chancenauswertung im dritten Duell ungenügend. «Und Genoni ist Weltklasse gewesen» – so das Zitat von Teamkollege Enzo Corvi.
Löwen-Dompteur Marc Crawford kann seinen Spielern keinen Vorwurf machen. Letztlich ist die Chancenauswertung im dritten Duell ungenügend. «Und Genoni ist Weltklasse gewesen» – so das Zitat von Teamkollege Enzo Corvi.
Keystone
1 / 8

Wie verdauen die ZSC Lions diesen Tiefschlag? Jede Niederlage schmerzt einen Eishockeyprofi. Im Playoff noch mehr. Und im Final, wenn der Meisterpokal lockt, wahrscheinlich noch mehr. Wie sehr tut dann diese Niederlage weh, nachdem die Zürcher drei Stunden lang auf ein Tor gespielt hatten? 54:16 lautete das Schussverhältnis, ab dem dritten Abschnitt 32:7. Doch als es im Penaltyschiessen galt, cool zu bleiben, versagten ihnen die Nerven. Shannon und Künzle schossen Genoni in den Handschuh, Nilsson scheiterte mit einem Trick, Bärtschi mit einem halbherzigen Schuss. Und weil Walser und Du Bois mit ihren Hocheckschüssen trafen, war es nach sieben Penaltys vorbei . Die ­Davoser jubelten ausgelassen, die Zürcher schienen kaum zu glauben, wie ihnen geschehen war. Mit versteinerten Mienen gaben sie ihre obligaten Interviews, irgendwann erschien auch Coach Marc Crawford. Und der sonst so emotionale Kanadier schaffte es erstaunlich gut, die Fassung zu bewahren. «Wir machten sehr viele Dinge sehr gut», sagte er. «Jetzt müssen wir einfach so weiterspielen.» Auf die Frage, ob er denke, dass sich der HCD in der Overtime nur noch darauf konzentriert habe, sich ins Penaltyschiessen zu retten, antwortete er: «Wir liessen den Davosern gar keine Möglichkeit, ihr Spiel zu entfalten.» Das stimmte zwar alles, doch das Entscheidende war: Trotz ihrer Überlegenheit, die je länger, desto ­grösser wurde, schafften es die Zürcher in 80 Minuten nicht, die Partie für sich zu entscheiden. Und das rächte sich.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.