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«Das hast du im Kopf – ob du willst oder nicht»

SCB-Topskorer Andrew Ebbett spricht nach dem 2:0 gegen Zug von einem Doppelsieg und erklärt, weshalb ausgerechnet Thomas Rüfenacht die kanadischen Olympiateilnehmer an den Flughafen fährt.

Keystone

Was war wichtiger für den SCB: Der Sieg gegen Zug oder der Umstand, dass sich keiner der 13 Olympiateilnehmer verletzt hat?

Andrew Ebbett: Ein bisschen von beidem. Ich habe Joël Vermin gesehen von Lausanne, der sich verletzte und deshalb die Olympischen Spiele verpassen wird. So etwas tut weh, egal welchen Spieler aus welchem Land es betrifft. Wir sind verletzungsfrei geblieben, haben uns den Qualifikationssieg gesichert – nennen wir es also einen Doppelsieg (lacht).

Welche Bedeutung hat der Qualifikationssieg für den SCB?

Zu Saisonbeginn definierten wir die Top-4 als Ziel. Als es uns derart gut lief, passten wir die Zielsetzung nach oben an. Wenn du einmal 15 Punkte Vorsprung hast, willst du den Spitzenplatz nicht mehr abgeben – das wäre schlechtes Karma. Deshalb war das Spiel gegen Zug für uns ein grosses: Qualifikationssieg oder nur noch drei Punkte Vorsprung bei drei ausbleibenden Partien. Wir haben es geschafft.

Jubel im Kollektiv: Simon Bodenmann sichert dem SC Bern mit dem 2:0 den Qualifikationssieg und lässt sich vom Publikum feiern.
Jubel im Kollektiv: Simon Bodenmann sichert dem SC Bern mit dem 2:0 den Qualifikationssieg und lässt sich vom Publikum feiern.
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Die Mutzen konnten den Spitzenkampf gegen Zug erst im letzten Drittel entscheiden.
Die Mutzen konnten den Spitzenkampf gegen Zug erst im letzten Drittel entscheiden.
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Zugs Carl Klingberg macht einen Abflug.
Zugs Carl Klingberg macht einen Abflug.
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Trotzdem: Die Olympischen Spiele haben die jüngsten Auftritte des SCB beeinflusst.

Natürlich. Nach Bekanntgabe der Aufgebote war es für die Selektionierten schwierig, dieses Thema auszublenden. Das hast du im Kopf – ob du willst oder nicht. Ich bin 35 Jahre alt, Pyeongchang ist meine einzige Chance, bei Olympia dabeizusein. In vier Jahren werde ich sicher nicht mehr hingehen (lacht). Eine solche Gelegenheit willst du nicht verpassen – schon gar nicht wegen einer Verletzung. Der SCB stellt 13 Spieler, was dem zweithöchsten Wert weltweit hinter SKA St. Petersburg entspricht. Das ist eine grosse Ehre für die Organisation, für die Stadt, für die Mannschaft.

Sie treffen mit Kanada zum Auftakt auf die Schweiz, somit auf acht Mitspieler. Was wünschen Sie der Schweizer Mannschaft?

Nach dem ersten Match viel Glück und alles Gute! Unser CEO Marc Lüthi kam vorher vorbei und wünschte mir exakt dasselbe.

Wann geht für Sie das Abenteuer Olympia los?

Wir fliegen bereits am Sonntag um 8 Uhr nach Riga.

Weshalb nach Riga?

Die KHL-Spieler des Team Canada trainieren dort. Bereits am Sonntagabend steht ein Testspiel gegen Weissrussland an. Am Dienstag folgt ein weiteres gegen Lettland. Immer weiter, ohne Pause: So ist das für uns die ganze Saison lang. Abfahrt zum Flughafen ist um 5 Uhr in der Früh.

Alle im selben Auto?

Mason Raymond, Maxim Noreau, ich – und Thomas Rüfenacht fährt. Ein Schweizer hilft den Kanadiern, ist das nicht schön?

Weshalb Rüfenacht?

Er ist ein netter Typ, ein richtiger Teamplayer. Und er hat zwei kleine Töchter, wird deshalb sowieso früh wach sein (lacht).

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