Biel gegen den Meister erstmals chancenlos

Nach zwei Siegen im Hallenstadion ist Biel im dritten Gastspiel in Zürich beim 0:3 chancenlos und liegt in der Playoff-Viertelfinalserie nun erstmals in Rückstand.

Der Bieler Emanuel Peter im Zweikampf gegen den Zürcher Patrick Geering.

Der Bieler Emanuel Peter im Zweikampf gegen den Zürcher Patrick Geering.

(Bild: Keystone)

In den ersten beiden Viertelfinal-Heimspielen hatten die ZSC Lions das erste Drittel jeweils verloren (0:3, 1:2), diesmal waren sie von Beginn weg bereit und gingen in der 16. Minute durch ­Patrik Bärtschi in Führung.

Der Flügelstürmer traf auf Zuspiel von Luca Cunti aus naher Distanz zum zweiten Mal in der Serie gegen Biel. Kurz zuvor war der auffällige Cunti nach einem herrlichen Solo alleine vor Simon Rytz gescheitert. Überhaupt war die Chancenauswertung das grösste Manko des ZSC. Bereits nach 20 Minuten hätte er höher als mit 1:0 führen müssen. Dies umso mehr, als die Gäste im Startdrittel gleich drei 2-Minuten-Strafen kassierten.

Auch nach der ersten Pause hatten die Lions, die gegenüber dem 3:2-Sieg nach Verlängerung am Samstag in Biel mit vier neuen Sturmlinien antraten, mehr vom Spiel und waren meistens einen Schritt schneller als die Seeländer. Es fehlte dem ZSC jedoch oft an der notwendigen Konsequenz und Genauigkeit im Abschluss oder er scheiterte am starken Keeper Simon Rytz, der in der 48. Minute auch einen Penalty von Bärtschi parierte.

In der 41. Minute gelang Ryan Keller, der drei Tage zuvor den späten Ausgleich zum 2:2 erzielt hatte, doch noch das 2:0. Damit war die Vorentscheidung gefallen, hatte doch der ZSC die Partie jederzeit in Griff. So kam Goalie Lukas Flüeler ohne grössere Probleme zu seinem siebenten Shutout in dieser Saison, dem ersten in den Playoffs. Für das 3:0 zeichnete in der 59. Minute Ryan Shannon mit einem Schuss ins leere Tor verantwortlich – bei vier ­gegen sechs Feldspielern.

Müde wirkende Bieler

Allerdings fehlte es der fünften Partie an Playoff-Intensität, es gab nur wenig Unterbrüche. Die Bieler wirkten müde, obwohl sie von ihren tollen Fans unermüdlich angefeuert wurden. In der 53. Minute bot sich den Seeländern während 19 Sekunden die Möglichkeit, mit zwei Mann mehr zu spielen, der Anschlusstreffer blieb ihnen aber verwehrt. Kurz zuvor hatte Keller in Unterzahl alleine auf Rytz losstürmen können.

Nach diesem Auftritt stellt sich bei den Gästen die Frage, ob die Luft nach der unglücklichen Niederlage am letzten Samstag bereits draussen ist. Es ist am Donnerstag jedenfalls eine deutliche Steigerung der Bieler ­gefordert.

agr/si

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