Ryan Gardner zum SCB

Kurz nach dem Saisonstart hat der SC Bern bereits einen Transfer für die Spielzeit 2010/2011 getätigt: Der 31-jährige Nationalspieler Ryan Gardner von den ZSC Lions unterzeichnete bei den Bernern einen Vierjahresvertrag.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Es gilt als beliebter Themenansatz, vor dem entsprechenden Saisonstart jeweils die prestigeträchtigsten Transfers der National-League-A-Teams zu küren: 2008 gehörte beispielsweise der Wechsel Martin Plüss’ zum SC Bern in diese Kategorie, 2009 kommt die Ehre primär Michel Riesen – er ging von Davos zum heutigen SCB-Gegner Rapperswil – zuteil. Sechs Runden ist die Saison 2009/2010 erst alt, und bereits jetzt kann ein erster Transfercoup für die Spielzeit 2010/2011 vermeldet werden: Ryan Gardner wechselt im Sommer 2010 zum SC Bern.

Wunschkandidat des SCB

Der Zeitpunkt ist früh – ungewöhnlich früh für die Bekanntgabe eines Transfers im Hinblick auf die kommende Saison. «Es war der Wunsch des Spielers, eine frühe Entscheidung zu treffen», sagt SCB-Sportchef Sven Leuenberger, der Ryan Gardner als «Wunschkandidat des SCB» bezeichnet. Im Kampf um Gardners Gunst haben sich die Berner gegen den bisherigen Arbeitgeber ZSC Lions und Lugano durchgesetzt. Die Verpflichtung des Nationalspielers, der mit den Bernern erstmals vor rund einem Monat Gespräche geführt hatte, dürfte den SCB einiges kosten: In Zürich verdient Gardner über eine halbe Million Franken per annum.

Robust und wertvoll

Derzeit absolviert der 31-jährige kanadisch-schweizerische Doppelbürger seine dritte Saison bei den ZSC Lions. Mit den Zürchern hatte der Stürmer mit den Gard(n)e(r)massen (196cm gross, 105kg schwer) in der vergangenen Spielzeit die Champions Hockey League gewonnen. Der helvetische Nationalspieler gehörte auf internationalem wie nationalem Eis gleichsam zu den dominantesten Akteuren. Gardner zählt dank seiner Reichweite und dem Torinstinkt zu den wertvollsten Stürmern der NLA und war bei Zürich in der vergangenen Spielzeit mit 54 Punkten der Topskorer. «Wir wollten einen grossen, robusten Spieler holen», sagt Leuenberger und rühmt die Qualitäten des baldigen Zuzugs: «Gardner spielt intelligent und verrichtet vor dem gegnerischen Tor effiziente Arbeit.»

Die Skorerpunkte sind das eine, die menschliche Komponente das andere: Mit der Verpflichtung Gardners unterstreicht die Berner Führung den eingeschlagenen Weg, wonach bei der Zusammensetzung der Equipe die Führungsqualitäten und der Charakter der Akteure einen hohen Stellenwert einnehmen. Ryan Gardner dürfte auch in der Garderobe Akzente setzen – und in den Playoffs.

Vor seinem Wechsel nach Zürich hatte er während vier Saisons bei Ambri (1997 bis 2001) und weitere sechs Jahre in Lugano gespielt. Mit den Luganesi gewann der Sohn des früheren Ambri-Spielertrainers Dave Gardner zwei Meistertitel, jenen im Jahr 2003 unter der Ägide des heutigen SCB-Trainers Larry Huras. (Der Bund)

Erstellt: 25.09.2009, 14:24 Uhr

Werbung

Urban und trendy?

Mal im Selbstversuch, mal beim Ortstermin. Oft mit Nachgeschmack. Immer allumfassend.

Blogs

Blog: Never Mind the Markets Die Heuchelei der G-20

Zum Runden Leder Impressive Ibrox

Werbung

Volltreffer! Die Fussballkolumne.

Grädel schreibt über Fussball und die Welt. Wenn einer in Bern und Umgebung echten Fussballsachverstand hat, dann er.

Die Welt in Bildern

Spielen im Schnee: Die zwei chinesischen Riesenpandas Chengjiu und Shuanghao geniessen das kalte Wetter im Zoo von Hangzhou (9. Dezember 2018).
Mehr...