Ein Kämpferherz, so gross wie das ganze Napfgebiet

Die SCL Tigers haben sich den Aufstieg redlich verdient.

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Ruedi Kunz

Zwei Jahre nach dem grossen Elend herrscht im Tal der heulenden Winde, wie die Heimat der SCL Tigers von vielen Fans des Traditionsklubs genannt wird, eitel Freude. Der regionale Stolz gehört nach zwei Jahren Zweitklassigkeit wieder zur nationalen Elite.

Die Tigers machten in der Ligaqualifikation mit dem A-Vertreter aus Rapperswil kurzen Prozess und gewannen die umstrittene Serie im Kurzverfahren 4:0. Damit hatte nach dem erst in extremis entschiedenen Playoff-Final gegen den EHC Olten kaum jemand gerechnet. Doch als der Druck des Gewinnenmüssens einmal weg war, konnten die Emmentaler in einem erstaunlichen Mass zulegen. Sie fanden in jeder der vier Partien einen Weg zu einem guten Ende. Zugute kam ihnen, dass den Lakers nach über 40 Niederlagen in der regulären Saison das Vertrauen in die eigenen Stärken und ein Stück weit auch das Wettkampfglück fehlten. Den Langnauern kann das egal sein. Wer die Qualifikation mit einem Rekordvorsprung von 23 Punkten beendet und von vier Playoff-Serien deren drei mit 4:0 gewinnt, der hat sich die Promotion redlich verdient.

Wie bei jeder Aufsteigermannschaft gibt es auch bei den SCL Tigers Helden. Der grösste ist Topskorer Chris DiDomenico, ein heissblütiger Kanadier mit einem Kämpferherzen so gross wie das ganze Napfgebiet. Nicht minder wertvoll sind Verteidiger Kevin Hecquefeuille, der Lenker und Denker mit französischem Pass, und Anton Gus­tafsson, der im Playoff häufiger traf als alle anderen. Und nicht zu vergessen die Gruppe der Schweizer, die sich für die Abstiegsschmach revanchierten: der Ur-Langnauer Lukas Haas, die Moggi-Zwillinge, Lukas Bucher und Captain Martin Stettler.

Wichtige Teile im Erfolgspuzzle sind auch Coach Bengt Ake Gustafsson und sein Assistent Peter Andersson, auch wenn das längst nicht alle Tigers-Anhänger so sehen. Die beiden Schweden sind keine Energiebündel, wie es del Curto ist, doch das heisst nicht, dass sie ihren Job schlechter machen. Alles andere als eine Vertragsverlängerung mit ihnen würde denn auch erstaunen.

Der Bund

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