Aufbruchstimmung in Zürich Nord

Die ZSC Lions haben vor Saisonbeginn die Medien eingeladen und ihre Ziele formuliert. Mit zahlreichen Änderungen soll der Erfolg auf dem Eis zurückkehren.

Neuer Hoffnungsträger: Trainer Bob Hartley soll aus dem ZSC wieder fauchende Löwen machen.

Neuer Hoffnungsträger: Trainer Bob Hartley soll aus dem ZSC wieder fauchende Löwen machen. Bild: Keystone

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Peter Zahner, der Geschäftsführer der ZLE Betriebs AG, sprach bei der traditionellen Medienorientierung von einem «Aufbruch auf verschiedenen Ebenen». In der Tat hat sich einiges über den Sommer geändert: Mit Bob Hartley wurde ein Headcoach aus Kanada engagiert, der mit der Referenz eines Stanley-Cup-Titels (mit Colorado Avalanche) neu im Löwenrevier arbeitet. Zuzüge wie der Internationale John Gobbi, Rückkehrer Severin Blindenbacher und der kanadische Stürmer Jeff Tambellini sollen bei den in der Vergangenheit eher trägen Löwen wieder für mehr Schwung, Tempo und Tore sorgen. Schliesslich wurde das Sommertraining unter der Leitung von Matti Alatalo, der zusammen mit Kent Ruhnke den ZSC im Jahre 2000 zum Titel geführt hatte, sowie Richard Novak wieder mit der ganzen Mannschaft durchgeführt. Das Duo ist zur Hauptsache verantwortlich für die Geschicke des Farmteams GCK in der NLB.

Schliesslich treten die Lions in ihrer Heimstätte wieder in blauen statt in roten Trikots an - manch alt eingesessener ZSC-Supporter ist froh über die farbliche Rückbesinnung zu den Wurzeln von Klub und Stadt. Als absolutes Novum in der Geschichte der Lions darf die Zusammenarbeit in diversen Bereichen mit den Adlern aus Mannheim bezeichnet werden. In Zukunft soll ähnliches mit einem Team aus Nordamerika zustande kommen.

Wirtschaftliche und sportliche Vorstellungen

Hartley zeigte sich sehr zufrieden über die physische Verfassung der Spieler. Der Frankokanadier bekräftigte frühere Aussagen, wonach nur mit harter Arbeit der Erfolg angestrebt werden könne. Mit 2 Goalies, 9 Verteidigern, darunter der am Knie verletzte Neuzugang Robin Breitbach, sowie 15 Stürmern ist das Kader sehr breit besetzt. Hartley betrachtet die Aufgabe in Zürich als grosse Herausforderung. «Es ist für mich ein Privileg, in dieser Organisation zu arbeiten», erklärte der neue Personalchef, der sich vor dem Trip nach Zürich sehr intensiv mit dem Schweizer Eishockey befasst hatte.

Betriebsleiter Zahner umschrieb das Saisonziel nicht konkret, dafür umso ambitionierter. «Wirtschaftlich gesehen wäre es ein Rang unter den Top 4 in der Qualifikation und der Einzug in die Playoff-Halbfinals. Was den sportlichen Teil betrifft, so arbeiten wir dran, Meister zu werden.»

Nachwuchsarbeit verschlingt Geld

«Die Löwen sind hungrig» - der Slogan einer frechen und gewagten Werbekampagne sollte dazu führen, dass der Saisonaboverkauf im Rahmen des letzten Jahres liegen müsste (5800). Aufhorchen liessen die Zahlen aus der Juniorenbewegung: So spielen mit den Partnerteams zusammen rund 900 Talente Eishockey, das Bruttobudget der GCK/ZSC Lions Nachwuchs AG umfasst sagenhafte 3,317 Millionen Franken.

Zahner orientierte kurz über den Stand der Dinge punkto der neuen Eis- und Sportarena in Zürich Altstetten, dessen Fertigstellung für das Jahr 2017 geplant ist. «Wir liegen im Zeitplan. Es läuft viel im Hintergrund», erklärte der Geschäftsführer. Genauere Informationen sollen erst im Herbst an die Öffentlichkeit gelangen.

(DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.08.2011, 19:02 Uhr

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