Zwei Freunde sind Gegner auf Zeit

Die Meisterschaft ist noch jung, und schon kommt es heute in Thun zum 75. kantonalen Handball-Derby Wacker - BSV. Mittendrin: zwei «Bärner Giele».

Lenny Rubin von Wacker (links) trifft auf seinen Freund Samuel Röthlisberger vom BSV.

Lenny Rubin von Wacker (links) trifft auf seinen Freund Samuel Röthlisberger vom BSV. Bild: Thomas Hodel

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Lenny Rubin da, Samuel Röthlisberger dort. Beide feierten sie in diesem Jahr ihren 20.Geburtstag, und jeder für sich gilt in der Schweizer Handballszene als vielversprechendes Talent. An der Europameisterschaft der U-20-Junioren in Dänemark hatten die zwei Berner massgeblichen Anteil am 9.Schlussrang.

In der Nachwuchs-Auswahl waren ihnen unterschiedliche, aber zentrale Aufgaben zugedacht. Der agile Rubin von Wacker Thun sollte als Shooter möglichst viele Treffer erzielen, BSV-Akteur Röthlisberger die Defensive zusammenhalten. Mit 71 erfolgreichen Abschlüssen wurde Lenny, der im Club unter Vater Martin Rubin spielt, mit Abstand bester Topskorer des Turniers.

Rasches Wiedersehen

Während der brandgefährliche Rubin junior jeweils in Aktion war, sass der Abwehrrecke Röthlisberger auf dem Stuhl neben dem Spielfeld und staunte ob den vielen Wurfvarianten seines Nationalmannschaftskollegen. Umgekehrt profitierte Rubin davon, dass sich die Gegner Mal für Mal in der von Röthlisberger dirigierten Schweizer Verteidigung die Zähne ausbissen. «Wir haben uns sehr gut ergänzt», meint Röthlisberger nach seiner Rückkehr aus dem Norden.

Nach der EM haben die beiden ihre Schweizer Trikots wieder gegen die Leibchen ihres Vereins eingetauscht – ihre Wege trennten sich, um sich heute Freitag erneut zu kreuzen.

Mehr Gesprächsstoff als Handball

Denn in der Lachenhalle treffen sich die «Bärner Giele» zum 75. Kantonalderby zwischen Wacker Thun und dem BSV Bern-Muri, die je siegreich in die Saison gestartet sind – als Konkurrenten wohlverstanden. «Klar, dass wir in Dänemark einige Worte über das bevorstehende Duell verloren haben. Aber nur kurz, und keiner gab dabei einen Tipp ab, wer gewinnen wird», sagt Röthlisberger. «Wir sind sehr gute Freunde und haben uns vor allem auch über andere Dinge als nur über Handball unterhalten. »

Wackers Lenny Rubin kann einen nicht zu unterschätzenden Vorteil ausspielen. Mit 2,04 Meter ist er der grösste Schweizer Athlet im NLA-Handball und überragt Röthlisberger um sieben Zentimeter. Der BSV-Jungspieler, selbst ein Hüne, wird aufpassen müssen, dass er gegen den sprunggewaltigen Oberländer nicht zu oft das Nachsehen hat. Übrigens: Fünf Tage später stehen die beiden im A-Nationalteam in zwei Länderspielen gegen Weissrussland im Einsatz – dann wieder auf der gleichen Seite. (Der Bund)

Erstellt: 02.09.2016, 09:51 Uhr

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