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Hakan Yakins erfolgreicher FCL-Einstand

Der 2:1-Heimsieg des FC Luzern im Gersag-Provisorium steht noch nicht definitiv fest.

Die Grasshoppers legten gegen die Spielwertung Protest ein, weil Verteidiger Enzo Ruiz nach einem Becherwurf in der 91. Minute nicht mehr weiterspielte.

Ruiz musste kurz vor Spielschluss wegen einer Verletzung ausserhalb der Seitenlinie gepflegt werden. Als er sich wieder ins Spiel zurückmelden wollte, wurde er von einem Becher voll Wasser am Kopf getroffen. Ruiz musste deswegen nochmals kurz gepflegt werden. Der Spieler begab sich danach in die Kabine, obwohl die Zürcher zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal gewechselt hatten und die Partie mit nur noch neun Spielern fortsetzen mussten. Noch bevor das Spiel wieder angepfiffen wurde, deponierte GC bei Schiedsrichter Carlo Bertolini einen Spielfeld-Protest.

Während sich GC-Trainer Ciriaco Sforza nur noch mit einem Satz (""Der Spieler wird im Spital untersucht werden!") zum unliebsamen Vorfall äusserte, zeigten sich die Luzerner Verantwortlichen über die Geschehnisse sichtlich genervt. FCL-Präsident Walter Stierli: "Ich verurteile diesen Vorfall natürlich aufs Äusserste. Die Verletzung des Spielers erscheint mir allerdings schon kurios. Wir verlangten bei GC eine Begutachtung des Spielers durch unseren Arzt. Dies wurde uns jedoch verweigert. Gemäss verschiedenen Augenzeugen wollte der Spieler wieder auf das Spielfeld zurück, ehe ihm von seinen Teamverantwortlichen nahe gelegt wurde, in die Kabine zu gehen." Ruiz soll sich dahingehend geäussert haben, dass er nur noch verschwommen sehe.

Gefeierter Star im ersten FCL-Heimspiel im mit 7145 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Gersag-Provisorium war Hakan Yakin, der in der 50. Minute den längst fälligen Führungstreffer für die Luzerner erzielte. Yakin feierte damit ein geglücktes Debüt im FCL-Dress. Der FCL war GC bis zu Yakins Abgang in der 70. Minute klar überlegen und hätte zur Pause mindestens mit 2:0 vorne liegen müssen.

Paiva hätte das Spiel in der ersten Halbzeit im Alleingang für die Luzerner entscheiden müssen. Erst brachte er einen Querpass von Cristian Ianu aus sechs Metern nicht im GC-Tor unter (18.), dann wischte Guillermo Vallori Paivas Abschluss mit dem Kopf von der Torlinie (25.) und schliesslicht landete ein Paiva-Schuss am Innenpfosten (41.).

Die Luzerner Nachlässigkeiten im Abschluss wurden dann in der 81. Minute durch Vallori bestraft, der eine Freistossflanke von Antonio Dos Santos wuchtig ins Netz beförderte. Das war jedoch eine zu grosse Belohnung für die dürftige Leistung der Zürcher, die kaum eine Torchance verzeichneten und vor allem im Mittelfeld ganz schwach aufspielten.

Der hochverdiente Siegestreffer für die Innerschweizer fiel in der 93. Minute, nachdem Kai Voser den durchgebrochenen Janko Pacar im Strafraum niederriss und dafür die Rote Karte sah. Michel Renggli nutzte die Penaltychance sicher zum Siegestreffer.

Luzern - Grasshoppers 2:1 (0:0).

Gersag, Emmenbrücke. - 7145 Zuschauer. - SR Bertolini. - Tore: 50. Yakin 1:0. 81. Vallori 1:1. 93. Renggli (Foulpenalty) 2:1

Luzern: Zibung; Zverotic, Seoane, Schwegler, Lustenberger; Kukeli (90. Veskovac), Renggli; Ianu, Yakin (70. Etter), Ferreira; Paiva (83. Pacar).

Grasshoppers: Sommer; Voser, Vallori, Colina, Ruiz; Cabanas (81. Dos Santos), Salatic; Callà, Zarate, Lulic (46. Schultz); Rennella (62. Ben Khalifa).

Bemerkungen: Luzern ohne Chiumiento, Sorgic, Tchouga (alle verletzt) und Wiss (U19-EM). GC ohne Bundebele, Smiljanic (beide verletzt), Menezes (rekonvaleszent), Feltscher (U19-EM). 25. Vallori klärt auf der Torlinie nach Paiva-Schuss. 41. Paiva-Schuss an den Innenpfosten. Platzverweis: 92. Voser (Notbremse). Verwarnungen: 38. Lulic (Unsportlichkeit), 49. Colina (Foul).

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