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Zwei Spieler weg – Pfiffe für Degen

Das YB-Kader ist unvollendet. Mit Kamil Zayatte (zu Hull City) und wohl auch Joetex Frimpong (zu Luzern) gehen zwei Spieler.

Die Transferpolitik der Young Boys im Sommer war ungenügend, und die Verantwortlichen müssen nun ihre Fehler hektisch korrigieren. Denn das Kader von YB ist zwar sehr gross, aber es ist schlecht zusammengestellt. Neun Stürmer stehen zur Verfügung, aber keine drei Abwehrspieler, die für das anforderungsreiche 3-4-3-System genügend Klasse und Abgeklärtheit haben. Mit Verteidiger Kamil Zayatte (zu Premier-League-Aufsteiger Hull City) und mit grösster Wahrscheinlichkeit Stürmer Joetex Frimpong (zu Luzern) verlassen zwei Fussballer nun leihweise YB. Für Lucien Dénervaud wird ein Verein in der Challenge League gesucht, damit der Stürmer Spielpraxis erhält. Aron Liechti dagegen, an dem Aarau interessiert ist, könnte jetzt doch bleiben, weil die Abwehrprobleme der Young Boys derart riesig sind. «Ich möchte einfach spielen», sagte Liechti. «Und ich hatte ein gutes Gespräch mit Aaraus Trainer Komornicki.» Langfristig sieht der talentierte Linksverteidiger seine Zukunft aber in Bern: «Schliesslich habe ich bei YB einen Vierjahresvertrag.»

YB-Sportchef Alain Baumann sagte derweil: «Wir werden noch einen Abwehrspieler holen.» Er feilscht mit dem FC Thun gerade um die Ablösesumme für den finnischen Nationalspieler Ari Nyman. Die Leihgebühr für Zayatte beträgt offenbar beinahe eine Million Franken. YB ist gewillt, ins Team zu investieren. Seit gestern sind nur Transfers von Spielern in der Schweiz (wie Luzerns teurem und starkem Zweikampfspezialisten Dusan Veskovac) oder von arbeitslosen Fussballern (wie Patrick Müller) möglich. Müller aber dürfte in Frankreich unterschreiben.

David Degen, der letzte YB-Zugang, wurde gegen GC in der 54.Minute eingewechselt und…mit Pfiffen begrüsst. Mit dem FCB war Degen ein Feindbild für die YB-Fans gewesen. «Es liegt an mir, den Fans zu beweisen, dass ich mich voll für YB einsetze», sagte Degen. Er spielte schwach und verlor vor dem zweiten Gegentor ein Kopfballduell. Degen hatte es aber auch schwer, weil YB bei seiner Einwechslung bereits in personeller Unterzahl agierte.

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