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Zu wenig Zuschauer: Maradona wollte nicht spielen

Diego Maradona und seine Freunde sorgten beim «Spiel der Legenden» in Tiflis für Unmut, weil sie nicht im fast leeren Stadion spielen wollten.

Da sich 30 Minuten vor dem Anpfiff zum Duell der Traditions-Teams aus Georgien und Argentinien am Samstagabend nur knapp 4000 Fans im Dinamo-Stadion (60'000 Plätze) eingefunden hatten, verloren das argentinische Idol und seine über die geringe Resonanz enttäuschten Mitspieler die Lust und liessen die wenigen Besucher lange warten. Erst mit 45-minütiger Verspätung traten sie doch noch an. Drei Tage nach dem umjubelten Empfang für Maradona und 15 weitere argentinische Alt-Internationale schlug die Begeisterung in Georgiens Hauptstadt vorübergehend in Enttäuschung um. Am Ende siegten die südamerikanischen Oldies gegen die georgischen Gastgeber auch ohne einen Treffer ihres Superstars mit 5:3.

Zu teure Tickets

Die Ticket-Preise seien viel zu hoch gewesen, lautete der Vorwurf. Der Kartenverkauf war zudem erst drei Tage vor dem Spiel gestartet worden, das billigste Ticket habe umgerechnet 125 Franken (150 Lari) gekostet – ein für georgische Fussball-Fans unerschwinglicher Preis. Als die Organisatoren dies am Spieltag bemerkten, waren die Tickets plötzlich für einen Bruchteil des ursprünglichen Preises zu haben. Und als Maradona sagte, er wolle nicht vor leeren Rängen spielen, gelangten 5000 weitere Menschen gratis in die Arena. Das Spiel begann, aber die gute Laune war dahin.

Pfiffe statt Zauberpässe

Zuvor gab es Pfiffe der wartenden Fans, denn weder Maradona noch die anderen Altstars wie Sergio Goycochea, Claudio Caniggia oder Gabriel Amato setzten zunächst auch nur einen Fuss auf den Rasen. Georgische Journalisten meinten, es habe Streit gegeben: Maradona habe seinen Ärger über Organisator Niko Patarkalishvili geäussert, da dieser es nicht geschafft habe, das bei Länderspielen Georgiens und auch Meisterschaftspartien fast immer ausverkaufte Stadion von Dinamo Tiflis voll zu bekommen.

Maradona strich Pressekonferenz

Auf dem Rasen agierten die «Gauchos», die sich kaum warm gemacht hatten, eher lustlos. Amato (3 Tore), Acosta und Flores trafen, Maradona gefiel durch ein paar Zauberpässe, brachte aber nur einen erfolglosen Volleyschuss an und ging nach 66 Minuten vom Feld. Auf der Bank lächelte er zwar, aber ihm war anzumerken, dass er sauer war. Die geplante Pressekonferenz fiel aus, Maradona verliess das Stadion kommentarlos, gab aber immerhin Autogramme.

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