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YB will sich aus Afrika zurückziehen

Die viel gepriesene Partnerschaft der Young Boys mit der ivorischen Fussballschule in Abidjan scheint YB-Chef Ilja Kaenzig überhaupt nicht zu begeistern.

Partnerschaft auf dem Prüfstand: Die Young Boys erwägen die Zusammenarbeit mit der Fussballschule in Abidjan zu beenden.
Partnerschaft auf dem Prüfstand: Die Young Boys erwägen die Zusammenarbeit mit der Fussballschule in Abidjan zu beenden.
Keystone

Der Berner Fussballklub BSC Young Boys erwägt, die Zusammenarbeit Athletic Adjamé zu beenden. YB-Chef Ilja Kaenzig bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht von «20 Minuten». Seit 2008 habe YB einen siebenstelligen Betrag in die Partnerschaft investiert, sagte Kaenzig. Da sei es doch berechtigt, die Zusammenarbeit auf Kosten und Nutzen zu prüfen. Kaenzig widersprach Medienberichten, wonach YB das Engagement «nur» 100'000 Franken pro Jahr kostet.

Die Kooperation mit der afrikanischen Fussballschule AS Athletic Adjamé machte in den letzten Jahren landesweit Furore. Aus der Akademie stammt unter anderem Starstürmer Seydou Doumbia, den die Berner letzten Winter für einen zweistelligen Millionenbetrag nach Moskau verkaufen konnten.

Geld in den eigenen Nachwuchs

Der Vertrag mit der Fussballschule läuft laut Kaenzig bis Sommer 2012. YB erwägt, das danach freiwerdende Geld in den eigenen Nachwuchs zu stecken. Das heisse aber nicht, dass künftig keine Afrikaner mehr bei YB spielten, betonte Kaenzig.

Wichtig sei ihm, dass YB als einer der grossen Schweizer Fussballklubs mehr für den eigenen Nachwuchs mache. Dass das mögliche Ende der Afrika-Partnerschaft nun so hohe mediale Wellen werfe, könne er nicht nachvollziehen.

(SDA)

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