Zum Hauptinhalt springen

YB mit Remis gegen den FC Brügge

Nach 15 Jahren Abwesenheit haben sich die Young Boys mit einem Unentschieden im Uefa-Cup zurückgemeldet. Sie trennten sich im Hinspiel der 1. Runde vom belgischen Traditionsverein FC Brügge 2:2.

Treffsicher: Marco Schneuwly traf schon nach einer Viertelstunde zur Führung für die Young Boys.
Treffsicher: Marco Schneuwly traf schon nach einer Viertelstunde zur Führung für die Young Boys.
Keystone
Der Berner David Degen kämpft mit Michael Kiukowski um den Ball.
Der Berner David Degen kämpft mit Michael Kiukowski um den Ball.
Keystone
Zu früh gefreut: Die Young Boys jubeln, Brügge protestiert. Das vermeintliche 3:2 von Mario Raimondi kurz vor Schluss wird vom Schiedsrichter wegen Abseits aberkannt.
Zu früh gefreut: Die Young Boys jubeln, Brügge protestiert. Das vermeintliche 3:2 von Mario Raimondi kurz vor Schluss wird vom Schiedsrichter wegen Abseits aberkannt.
Keystone
1 / 8

Um sich noch für die Gruppenphase zu qualifizieren, müssen die Berner im Rückspiel in zwei Wochen über sich hinauswachsen. Die zwei im Stade de Suisse erhaltenen Gegentore sind vor dem fanatischen Publikum im Jan-Breydel-Stadion eine grosse Hypothek. Für eine bessere Ausgangslage tat YB zu wenig. Es hätte sogar eine Niederlage abgesetzt, wenn nicht der eingewechselte Seydou Doumbia in der 88. Minute das 2:2 erzielt hätte.

Das Resultat ist gerecht, was nach dem Abpfiff auch Vladimir Petkovic zugab. Trotzdem glaubte der YB-Trainer, dass mehr möglich gewesen wäre: «Leider begingen wir einige Fehler zu viel. Diese haben uns verunsichert und den Gegner aufgebaut.» Die Hoffnung auf ein Weiterkommen hat Petkovic nicht aufgegeben: «Wir sind eine Mannschaft, die auch auswärts auf Sieg spielen kann. Deshalb ist noch alles offen.»

Schneuwly treffsicher

YB hatte einen Start nach Mass erwischt. Marco Schneuwly gelang nach rund einer Viertelstunde mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze aus die Führung. Der 23-jährige Stürmer, der sich einst seine Sporen in der Challenge League bei Kriens und Sion abverdient hatte, ist die Entdeckung der Saison. In Meisterschaft und Uefa-Cup (inklusive Qualifikation) hat er bereits sieben Tore geschossen. Kurz nach dem 1:0 erarbeitete sich Schneuwly noch zwei weitere Top-Chancen. Brügge war jedoch ebenbürtig. Und in der 37. Minute fiel der Ausgleich durch Wesley Sonck. Der belgische Internationale nützte einen schweren Fehler von YB-Abwehrchef Saïf Ghezal kaltblütig aus. 1:1 bei Halbzeit - auch dank zwei starken Paraden von Marco Wölfli gegen Ronald Vargas (12.) und Joseph Akpala (33.).

In der Pause gab es einen ersten Wechsel im Heimteam. Thomas Häberli kam zu seinem Comeback nach einem Monat Verletzungspause. Er ersetzte David Degen, welchem bei seinem Europacup-Debüt für YB nicht viel gelungen war. Degen fiel vor allem durch Fehlpässe und mangelndes Durchsetzungsvermögen auf. Es wird wohl noch ein paar Partien dauern, bis der Offensivspezialist zu seiner Bestform findet. Man merkte ihm an, dass er zuletzt bei Borussia Mönchengladbach nicht einmal mehr mit einer Statistenrolle bedacht worden war.

Aber auch Häberli setzte kaum Impulse. In der zweiten Hälfte lief nicht mehr viel im YB-Angriff, auch weil sich der gefährliche Schneuwly nicht mehr in Szene setzen konnte. Dies alles wäre zu verschmerzen gewesen, wenn nicht Philippe Clement in der 72. Minute das 2:1 für Brügge markiert hätte. Der Routinier verwertete per Kopf und relativ unbedrängt eine Flanke von Vargas. Das 2:2 von Doumbia, der den Ball kurz vor dem Ende nach einem missglückten Abschluss von Häberli über die Linie würgte, lässt den Bernern immerhin noch einen Strohhalm. Ein dritter Torjubel blieb im Halse stecken: Mario Raimondis Treffer in der 90. Minute wurde wegen Offside aberkannt.

si/cal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch