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«Wir machen so etwas nicht, wir sind Champions»

Wegen eines Bremsmanövers wollte Mercedes Protest gegen Max Verstappen einlegen. Doch dann kam Lewis Hamilton.

Dem WM-Titel näher gerückt: Nico Rosberg setzt sich in Suzuka problemlos durch. (9. Oktober 2016)
Dem WM-Titel näher gerückt: Nico Rosberg setzt sich in Suzuka problemlos durch. (9. Oktober 2016)
Behrouz Mehri, AFP
Nach seinem Triumph liegt der Deutsche nun 33 Punkte vor seinem Teamkollegen...
Nach seinem Triumph liegt der Deutsche nun 33 Punkte vor seinem Teamkollegen...
Behrouz Mehri, Keystone
Für Marcus Ericsson (v.) und seinem Stallkollegen Felilpe Nasr bleiben die Top 10 ausser Reichweite. Mit dem 20. Rennen in Folge ohne Punktegewinn wurde deshalb ein Negativrekord in Saubers Formel-1-Geschichte aufgestellt.
Für Marcus Ericsson (v.) und seinem Stallkollegen Felilpe Nasr bleiben die Top 10 ausser Reichweite. Mit dem 20. Rennen in Folge ohne Punktegewinn wurde deshalb ein Negativrekord in Saubers Formel-1-Geschichte aufgestellt.
Toru Takahashi (AP), Keystone
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Lewis Hamilton kämpfte in der letzten Runde gegen den zweitplatzierten Jungstar Max Verstappen um wichtige WM-Punkte. Insbesondere weil klar war, dass Nico Rosberg das Rennen gewinnen würde. 33 Punkte trennen die beiden Teamkollegen voneinander, mit einem zweiten Rang Hamiltons wären es immerhin drei weniger gewesen.

In der Casio-Schickane versuchte der Brite, Verstappen zu überholen. Als Hamilton auf gleicher Höhe mit dem 19-Jährigen war, bremste dieser und machte die Spurzu. So änderte sich nichts mehr am Endresultat, Rosberg gewann vor Verstappen und Hamilton. Mercedes gab aber auch nach Überqueren der Ziellinie nicht auf und legte unter Berufung des Artikels 27.5 des sportlichen Regelwerks Protest ein. Dieser Artikel besagt unter anderem, dass das Auto nicht so bewegt werden darf, dass es andere Fahrer gefährdet.

Hamilton selber sagte zwar, dass die Szene für ihn erledigt sei: «Ich schaue nach vorne.» Doch sein Team sah dies scheinbar anders, taxierte Verstappens Manöver als «unberechenbar und gefährlich». Teamchef Toto Wolff war darüber geteilter Meinung. Einerseits hätte er selber keinen offiziellen Protest eingelegt, sagte aber: «Ich bin vielleicht voreingenommen, doch eigentlich gibt es eine Regel, die besagt, dass man das Auto auf der Bremse nicht quer über die Spur bewegen darf.»

Plötzlich kam jedoch eine neue Meldung aus dem Mercedes-Lager: Der Protest wurde zurückgenommen. Offenbar war Hamilton überhaupt nicht einverstanden mit dem Vorstoss. Auf Twitter schrieb er zunächst: «Es gab keinen Protest von mir oder dem Team. Ein Idiot hat es behauptet, aber es stimmt nicht.» Wenig später löschte er den Tweet und verfasste einen neuen: «Von mir gibt es keinen Protest. Habe gerade gehört, vom Team schon. Aber ich habe ihnen gesagt, dass wir so etwas nicht machen. Wir sind Champions, wir machen weiter. Und Ende!»

Und was sagt Verstappen? «Es war alles gut. Natürlich weiss ich, dass Lewis um die WM kämpft und ich dann keine verrückten Sachen mache. Aber ich bin einfach mein Rennen gefahren.» Und so bleibt es vier Rennen vor Saisonende bei den 33 Punkten Vorsprung von Rosberg auf Hamilton.

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