«Wir wurden von der Polizei nach Brüssel eskortiert»

René Weiler (43) hat den RSC Anderlecht zum Meistertitel geführt und erlebte einen grossen Empfang.

Führte Anderlecht zum Meistertitel: René Weiler.

Führte Anderlecht zum Meistertitel: René Weiler. Bild: Keystone

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Wie fühlt es sich an, erstmals einen Meistertitel gewonnen zu haben?
Es ist eine tiefe Genugtuung, die ich spüre, und ja, natürlich bin ich auch stolz auf das, was wir alle geleistet haben. Gleichzeitig denke ich aber auch: Wären wir Zweiter oder Dritter geworden, hätten wir auch ein gutes Zeugnis verdient. Die breite Öffentlichkeit hätte das dann aber kaum so wahrgenommen.

Dafür dankt es Ihnen der Anhang, dass Anderlecht nach drei Jahren wieder den Titel holte. Was war los nach der Rückkehr aus Charleroi?
Es war eine schöne Rückfahrt und ein grandioser Empfang. Wir wurden von der Polizei aus Charleroi bis nach Brüssel eskortiert. In unserem Stadion warteten um 1 Uhr in der Nacht immer noch 10'000 Fans. Zuvor hatten etwa 15'000 unser Spiel auf Grossleinwand verfolgt. Bei strömendem Regen. Das zeigt die enorme Leidenschaft der Leute für den Fussball.

Wie ist der Gewinn der Meisterschaft grundsätzlich einzuordnen?
Sehr hoch, weil es in der belgischen Liga viele andere Clubs mit enormen Ambitionen gibt wie zum Beispiel Brügge oder Gent, die auch über entsprechende Budgets verfügen. Und wenn ich daran zurückdenke, was im letzten Sommer bei uns los war. Wir haben einen totalen Umbruch vollzogen, der Mannschaft ein komplett neues Gesicht gegeben und sind Meister geworden. Dafür verdienen sich alle Beteiligten ein dickes Lob. Ich finde, wir alle haben einen exzellenten Job gemacht. Aber es hat auch viel Substanz gekostet.

Das heisst?
Wir bestreiten am Sonntag unseren 58. Match. Und das Playoff, das wir dann beenden, ist für die Zuschauer, die Journalisten hochspannend, für uns Trainer aber extrem fordernd. Es gab kein Spiel, in dem ich mich entspannt zurücklehnen und sagen konnte: Diese drei Punkte gehören sicher uns. Nein, die Leistungsdichte ist ziemlich hoch. Ich muss nicht den Starken mimen: Dieses erste Jahr in Belgien hat mich viel Kraft gekostet – aber es war auch ein Jahr mit vielen unvergesslichen und wunderbaren Erfahrungen.

Was ist nun zum Saisonabschluss zu erwarten?
Ein volles Haus, eine exzellente Stimmung – und ein Spiel gegen Oostende, das wir auch geniessen dürfen. Und danach kehre ich wieder einmal in die Schweiz zurück, um Freunde zu besuchen und Ferien zu machen. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.05.2017, 18:23 Uhr

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