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FBI ermittelt gegen Blatter in 100-Millionen-Deal

Laut der BBC ist das FBI dem suspendierten Fifa-Chef in einem Korruptionsfall aus den 1990er-Jahren auf den Fersen. Blatters Vorgänger werfe ihm «vollständige Kenntnis» vor.

Ein Brief soll ihn belasten: Sepp Blatter im Geldregen an einer Pressekonferenz. (Archivbild)
Ein Brief soll ihn belasten: Sepp Blatter im Geldregen an einer Pressekonferenz. (Archivbild)
Ennio Leanza, Keystone

Das FBI untersucht der BBC zufolge die Rolle Joseph Blatters in einem Bestechungsskandal rund um seinen Vorgänger als Fifa-Präsident, João Havelange. Die britische Fernsehanstalt kündigte an, am Montag eine Sendung mit Beweisen auszustrahlen, die eine Mitwisserschaft Blatters nahelegten.

Laut dem Vorabbericht vom Sonntagabend soll die Sportmarketing-Firma ISL insgesamt 100 Millionen Dollar an hochrangige Funktionäre des Fussball-Weltverbands gezahlt haben. Unter ihnen sollen auch der frühere Präsident João Havelange und das ehemalige Exekutivmitglied Ricardo Teixeira gewesen sein. Als Gegenleistung soll die ISL in den 90er Jahren lukrative TV- und Vermarktungsrechte bekommen haben.

BBC soll einen Brief haben

In einem Brief, der offenbar von Havelange stamme, habe der Brasilianer von den erhaltenen Zahlungen berichtet. Darin heisst es unter anderem, dass Blatter «vollständige Kenntnis von allen Aktivitäten» gehabt habe und «jederzeit» informiert war. Wegen seiner Rolle in dem Fall trat Havelange als Fifa-Ehrenpräsident zurück.

Sepp Blatter, der diese Vorwürfe bestreitet, habe nichts gegen die Korruption unternommen, berichtete die BBC. Blatter ist derzeit wegen eines anderen Falles von seinem Amt bei der Fifa suspendiert.

Von wann der Brief stamme, sagte die BBC nicht. Er sei jedoch Teil einer FBI-Anfrage, in der Schweizer Behörden um Hilfe in einer weitreichenden Untersuchung zu Korruption im Fussballgeschäft gebeten werden.

AP/SI/chk

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