Wie Xhaka die Deutschen beeindruckt

Manch anderer würde eine Pause einlegen. Nicht Gladbachs Captain. Er sagt, weshalb er sich heute trotz Verletzung gegen Juventus dem Duell mit einem Weltmeister stellt.

Granit Xhaka: Ein Kämpfer ohne Schmerz.

Granit Xhaka: Ein Kämpfer ohne Schmerz.

(Bild: Keystone)

Granit Xhaka hatte sich beim letzten EM-Qualifikationsspiel der Schweiz in Estland in der Schlussphase des Spiels einen Aussenbandriss im rechten Sprunggelenk zugezogen. Manch anderer würde eine längere Pause einlegen. Nicht Granit Xakha, der schon am letzten Samstag beim 5:1-Sieg in Frankfurt auf die Zähne gebissen hatte.

Das Millionenblatt «Bild» wartet heute mit der Schlagzeile auf: «Der Schmerzlos-Kapitän.» Und schreibt im Artikel anerkennend: Normalerweise wären das mindestens zwei bis drei Wochen Pause.

«Ich heisse nicht umsonst Granit»

«Andere würden sicherlich pausieren. Ich heisse aber nicht umsonst Granit. Da haben meine Eltern bei der Auswahl des Namens alles richtig gemacht», erklärt Xhaka. Er bekomme vor dem Spiel gegen Juventus Turin lediglich einen extrem eng anliegenden Tapeverband, der fast das Blut abschnüre. Und einen Saft gegen die Schmerzen. Das müsse reichen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Basler die Deutschen durch seine Schmerzresistenz beeindruckt. Im April spielte er heimlich mit gebrochener Rippe und einem Carbonpanzer. Im Dezember 2013 brach er sich die Mittelhand und stand vier Tage später wieder auf dem Trainingsplatz. «Solche Kleinigkeiten stoppen mich nicht. Wir müssen in Turin endlich anfangen, zu punkten, um unser Minimalziel Platz drei in der Gruppe noch zu erreichen.»

«Khedira ist nicht mein Vorbild»

Dem Duell gegen den deutschen Weltmeister Sami Khedira sieht der Basler gelassen entgegen. «Er ist ein toller Spieler, aber nicht mein Vorbild – weil wir komplett andere Typen sind. Juve hat eine Reihe grosser Namen, vor denen wir uns aber sicher nicht verstecken werden.»

Ähnlich denkt auch Torhüter Yann Sommer. «Jetzt wollen wir beweisen, dass wir auch mit den ganz Grossen mithalten können», sagte der Schweizer Nationalspieler. Auch Interimscoach André Schubert, der nach dem Abgang von Lucien Favre vier Bundesligaspiele in Serie gewonnen hat, will sich in Turin mit seinem Team nicht verstecken. «Wir gehen mit Mut und Selbstvertrauen ins Spiel, wissen aber auch, dass das eine riesige Aufgabe ist.»

tn

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