Wie Kiesslings Frau ihm half, seinen Club auszutricksen

Der ehemalige Stürmer von Bayer Leverkusen hatte so seine Tricks, um seinen Trainingsplan gemütlicher zu gestalten.

Hat gut lachen: Bei Leverkusen hat niemand von Stefan Kiesslings Schummelei gewusst.

Hat gut lachen: Bei Leverkusen hat niemand von Stefan Kiesslings Schummelei gewusst.

(Bild: Keystone)

Stefan Kiessling ist der Assistent von Rudi Völler, dem Geschäftsführer von Bayer Leverkusen. Und Kiessling war mal ein gefährlicher Stürmer in Deutschland, in über 400 Spielen erzielte er 144 Tore. Der 34-Jährige war einer dieser Stürmer, die das Talent hatten, am richtigen Ort zu stehen, die technisch nicht ganz an die Neymars und Messis dieser Welt herankamen, aber dennoch fleissig Tore machten. Wie Thomas Müller, Mario Gomez oder Filippo Inzaghi. Richtige Schlitzohren eben.

Kiessling war aber nicht nur auf dem Platz ein Schlitzohr, das erklärte er kürzlich in der «Sport-Bild». Bei individuellen Trainingsplänen im Sommer habe er «nie alle Läufe zu hundert Prozent gemacht». Dass bei seinem Verein Leverkusen niemand aufmerksam wurde, verdankt Kiessling seiner Frau Norina, ebenfalls eine Sportskanone. In der Vorbereitung hat also Norina Kiessling jeweils die Pulsuhr ihres Mannes getragen und für ihn einige Einheiten auf dem Cross-Trainer absolviert – «so gut, dass es niemand nachvollziehen konnte», sagt Kiessling.

Der ehemalige Stürmer der deutschen Nationalmannschaft (sechs Länderspiele, null Tore) ist davon überzeugt, dass diese Art von Jobsharing keinen Einfluss auf seine Leistung hatte. Er sagt: «Wenn es auf den Platz ging, war ich immer vorne dabei.» Das ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Kiessling wurde 2012/13 sogar Torschützenkönig der Bundesliga.

mro

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