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«Wie die Vollidioten»

Jedes Wochenende wieder: Dortmunds Trainer Jürgen Klopp punktet mit flotten Sprüchen, seine Mannschaft aber bleibt weit unter ihren Möglichkeiten.

«Die beschissenste Vorrunde unseres Lebens»: Jürgen Klopp, Trainer mit Vorliebe für Kraftausdrücke.
«Die beschissenste Vorrunde unseres Lebens»: Jürgen Klopp, Trainer mit Vorliebe für Kraftausdrücke.
Keystone

Zehn Niederlagen – das gab es in Dortmund in einer Bundesliga-Saison seit dem Amstantritt von Jürgen Klopp noch nie. Und dabei ist gerade erst die Hälfte dieser für den BVB verflixten Spielzeit zu Ende. Auch im Kellerduell gegen Werder Bremen konnten die Dortmunder ihre eklatante Auswärtsschwäche nicht ablegen und unterlagen im Weserstadion mit 1:2. Pleite Nummer 10 bedeutet, dass sie sicher auf einem Abstiegsplatz überwintern und sogar noch auf den letzten Platz zurückfallen könne, sollte Freiburg am Sonntag zu Hause gegen Hannover gewinnen.

BVB-Trainer Klopp blieb so nichts anderes übrig, als zum wiederholten Mal kämpferischen Optimismus zu demonstrieren. Er tat es – diese Qualität ist ihm noch nicht abhanden gekommen – mit deutlichen Worten: «Das war die beschissenste Vorrunde unseres Lebens. Dass wir dastehen wie die Vollidioten, geschieht uns recht, aber die Saison ist noch nicht vorbei.»

Der Mann, der in Dortmund bisher eigentlich nur den Erfolg kannte, führt den Krebsgang des in der Champions League bedeutend stärkeren Vizemeisters auf körperliche Probleme seiner Mannschaft zurück. «Viele meiner Spieler konnten lange nicht mehr so trainieren, wie es nötig gewesen wäre. Das wird sich nach Lage der Dinge jetzt ändern. Und dann wird es deutlich schwerer werden, uns zu schlagen. Ich verspreche, wir werden erbitterte Jäger sein», sagte er nach dem neuerlichen Tiefschlag in Bremen.

Klopp muss aber wohl auch als Psychologe wirken. Mats Hummels, der den Dortmunder Ehrentreffer gegen Werder erzielt, sonst aber keine gute Leistung gezeigt hatte, ortet auf mentaler Ebene Schwierigkeiten bei seinen Teamkollegen: «Einige Spieler bei uns machen sich seit ein paar Wochen grosse Sorgen. Und jede weitere Niederlage macht es natürlich noch schwerer, da unten wieder raus zu kommen.»

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