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Von Man United bis Torino – die Absturz-Tragödien im Sport

Ein Unglück in den Anden wurde 1972 für Überlebende zur Todesfalle. Das letzte Team-Drama ereignete sich 2011.

Sie galt damals als beste Mannschaft Italiens: die AC Torino, «Grande Torino» genannt. Doch am 4. Mai 1949 endete diese Erfolgsstory mit dem Flugzeugabsturz von Superga. Aus Barcelona kommend, stürzte die Maschine wegen mangelhafter Sicht in einen Berg bei Turin, alle Insassen kamen ums Leben. Für die toten Fussballer wurde ein Trauerzug organisiert, dem eine halbe Million Menschen beiwohnten. Es dauerte 25 Jahre, ehe sich der Club von dem Desaster erholte und erstmals wieder Meister wurde.
Sie galt damals als beste Mannschaft Italiens: die AC Torino, «Grande Torino» genannt. Doch am 4. Mai 1949 endete diese Erfolgsstory mit dem Flugzeugabsturz von Superga. Aus Barcelona kommend, stürzte die Maschine wegen mangelhafter Sicht in einen Berg bei Turin, alle Insassen kamen ums Leben. Für die toten Fussballer wurde ein Trauerzug organisiert, dem eine halbe Million Menschen beiwohnten. Es dauerte 25 Jahre, ehe sich der Club von dem Desaster erholte und erstmals wieder Meister wurde.
Getty Images
Auf dem Rückflug von einem Europacupeinsatz in Belgrad verunglückte das Charterflugzeug von Manchester United im Februar 1958 beim Versuch, München nach einem Tankstopp wieder zu verlassen. Die Maschine rutschte im Schneetreiben von der Startbahn, streifte ein Wohnhaus und ging in Flammen auf. 23 der 44 Personen an Bord starben, darunter acht Spieler. Weitere Akteure wurden so schwer verletzt, dass ihre Karriere vorbei war. Auch Trainer Matt Bubsy musste zwei Monate in einem Münchner Spital gepflegt werden. Assistent Jimmy Murphy übernahm die Mannschaft.
Auf dem Rückflug von einem Europacupeinsatz in Belgrad verunglückte das Charterflugzeug von Manchester United im Februar 1958 beim Versuch, München nach einem Tankstopp wieder zu verlassen. Die Maschine rutschte im Schneetreiben von der Startbahn, streifte ein Wohnhaus und ging in Flammen auf. 23 der 44 Personen an Bord starben, darunter acht Spieler. Weitere Akteure wurden so schwer verletzt, dass ihre Karriere vorbei war. Auch Trainer Matt Bubsy musste zwei Monate in einem Münchner Spital gepflegt werden. Assistent Jimmy Murphy übernahm die Mannschaft.
Keystone
Fast das gesamte Kader inklusive Betreuer und weiteren Staffmitgliedern verlor das russische Eishockey-Spitzenteam Lokomotive Jaroslawl am 7. September 2011. Kurz nach dem Start zu einem Auswärtsspiel nach Minsk kollidierte die Chartermaschine mit einer Antenne und stürzte daraufhin in den Fluss Wolga. Von den 45 Personen an Bord starben 43 sofort, Spieler Alexander Galimow erlag seinen Verletzungen fünf Tage später. Einzig ein Flugbegleiter überlebte den Crash, den menschliches Versagen verursacht hatte: Der Pilot betätigte kurz vor dem Abheben die Bremsen. Der Club stieg freiwillig in die zweithöchste Liga ab, ein Jahr später kehrte er in die KHL zurück.
Fast das gesamte Kader inklusive Betreuer und weiteren Staffmitgliedern verlor das russische Eishockey-Spitzenteam Lokomotive Jaroslawl am 7. September 2011. Kurz nach dem Start zu einem Auswärtsspiel nach Minsk kollidierte die Chartermaschine mit einer Antenne und stürzte daraufhin in den Fluss Wolga. Von den 45 Personen an Bord starben 43 sofort, Spieler Alexander Galimow erlag seinen Verletzungen fünf Tage später. Einzig ein Flugbegleiter überlebte den Crash, den menschliches Versagen verursacht hatte: Der Pilot betätigte kurz vor dem Abheben die Bremsen. Der Club stieg freiwillig in die zweithöchste Liga ab, ein Jahr später kehrte er in die KHL zurück.
Keystone
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Grosse Trauer um die Menschen in Flug 2933 der Lamia Airlines und die verstorbenen Spieler des brasilianischen Erstligisten Chapecoense. Riesig vor allem auch die Anteilnahme in der Welt des Sports, die den Verlust einer ganzen Mannschaft zu beklagen hat. «In Gedanken bei euch», schreibt Arsenal auf seinem Twitteraccount, Lukas Podolski verspricht: «Ich bete für Chapecoense und deren Familien.»

Dass ganze Mannschaften in den Tod fliegen, ist ein seltenes Ereignis. Wenn es aber vorkommt, ist der Schock gross. Aus nachvollziehbaren Gründen, könnte es doch viele treffen: Sportteams sind regelmässig unterwegs. Je grösser das Land, desto grösser die Distanzen. Dazu kommen viele internationale Einsätze. So ist es in der Geschichte schon zu einigen verheerenden Unglücken gekommen, durch die grössten blättern Sie sich in der Bildstrecke. Eine Auflistung auf Wikipedia zählt 27 Luftunfälle von Sportteams mit Todesfolge.

Vielleicht hatte die argentinische Fussballnationalmannschaft um Superstar Lionel Messi daher einfach nur Glück, dass es Chapecoense und nicht sie selbst getroffen hat: Vor 20 Tagen sass sie auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Brasilien in der Unglücksmaschine.

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