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Weltfrieden

Fussballgott Grädel hat ein 10-Punkte-Programm für den Weltfrieden entworfen.

Aus einer Laune heraus und inspiriert von der französischen Zeitung «La Libération», die Fussball-Berichterstattung in den Anfangsjahren ohne Resultate und Tabellen ins Blatt zu setzen und damit die Ästhetik zu privilegieren, hat Grädel in der letzten Schreibe ja ein wenig vollmundig versprochen, ein 10-Punkte-Programm für den Weltfrieden zu entwerfen. Und Grädel pflegt seine Versprechen zu halten.

Punkt 1:Strukturen (Fussballfelder, Büros, Kunstateliers usw.) schaffen grundsätzlich eine Verdichtung, die dazu da ist, eine Möglichkeit zu geben, sich selbst nahezukommen, sich zu verbessern. Es gibt keine Gegner im engen Sinn, sie sind mehr Tanzpartner, um die Entwicklung voranzutreiben.

Punkt 2:Wenn Sie etwas Entscheidendes ins Spiel werfen (Ball, Wort), schauen Sie, dass er, es ankommt. Werfen Sie ihn, es präzise in den Raum.

Punkt 3: Ignorieren Sie grundsätzlich Fehlentscheide von Schiedsrichtern (Chefs, Partnerinnen, Partnern usw.), oder lehnen Sie sich dagegen unmittelbar mit ganzer Kraft auf (nicht wie YB im Spiel nicht und dann im Nachgang zum Spiel in Basel).

Punkt 4: Hegen Sie keine Freude, wenn jemand im Leben im Offside steht. Wenn zwei Menschen vorwärtslaufen und der eine zum falschen Zeitpunkt in die falsche Richtung, entsteht schnell der trügerische Eindruck einer grossen Differenz. Sie werden aber bald irgendwo auch wieder ganz alleine auf weiter Flur dastehen.

Punkt 5: Manchmal meint man, etwas sei so, und es ist es dann doch nicht. Sie sind immer auch ein Linienrichter, der andere zu Unrecht zurückpfeift. Sie könnten etwas übersehen haben, und im Leben gibt es (oft) keine Zeitlupe mit Expertenbeurteilung.

Punkt 6: Ist jemand in Not, verzweifelt, ohne Perspektive, schenken Sie ihm einen Sieg wie YB das in Sion gemacht hat. Tragen Sie dieses Kreuz!

Punkt 7:Wenn Sie im Leben Fouls begehen, gestehen Sie sich ein, dass Sie zu wenig geschmeidig sind.

Punkt 8: Erfolg wird grundsätzlich überschätzt. Die Vorstellung, etwas zu haben, zu erreichen, fühlt sich meist viel besser an, als es dann zu haben, zu erreichen (erstaunlicherweise). Wie zum Beispiel Meister zu werden.

Punkt 9: Machen Sie zwischendurch einfach nichts (wie manchmal YB-Spieler), das Hirn wird es Ihnen danken.

Punkt 10: Haben Sie ungefähr 1000 Artikel in der Migros selbst eingescannt (Früchte, Doppel-Joghurts usw.), melden Sie sich beim Geschäftsführer und lassen Sie sich Lohn auszahlen oder eine Bestätigung für die Eignung als Kassierer/Kassiererin geben. Seien Sie aber trotzdem freundlich zu den Menschen, die den Prozess teilnahmslos und freundlich überwachen (Klammer siehe Klammer von Punkt 9).

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