Wegen Rassismus – RSI trennt sich von TV-Experten

Das Tessiner Fernsehen beendet mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit ihrem Fussball-Experten Stefano Eranio.

Gefeuert: Stefano Eranio fiel durch rassistische Bemerkungen beim Sender TSI auf. (Archiv)

Gefeuert: Stefano Eranio fiel durch rassistische Bemerkungen beim Sender TSI auf. (Archiv)

(Bild: www.dcfc.co.uk)

Stefano Eranio arbeitet nicht mehr für das Tessiner Fernsehen RSI. Der ehemalige italienische Nationalspieler war in der Halbzeitpause der Champions League-Übertragung vom Dienstag mit einer rassistischen Äusserung negativ aufgefallen.

Eranio habe in der Halbzeitpause der Champions League-Begegnung Bayer Leverkusen - AS Rom einen fremdenfeindlichen Kommentar gemacht. Dieser führe nun zu seiner umgehenden Entlassung, schrieb das Tessiner Fernsehen RSI heute in einer Medienmitteilung.

Nicht zum ersten Mal

Spielern mit dunkler Hautfarbe unterliefen in der Verteidigung häufig Fehler, weil sie unkonzentriert seien, soll Eranio laut der RSI gesagt haben. «Körperlich sind sie stark, aber wenn es ums Denken geht, machen sie häufig diese Fehler», wird Eranio weiter zitiert.

Da der Italiener bereits im September durch eine ähnliche Bemerkung in die Schlagzeilen geriet, entschied sich die RSI, nun den Vertrag mit dem Experten aufzulösen. Der Sender entschuldigte sich in seiner Mitteilung ausserdem bei seinen Zuschauern für den Vorfall.

fal/sda

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