Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Warum? Warum ist das passiert? Und ich frage mich: Wieso wir?»

Auch Roman Bürki zeigt Solidarität mit dem Opfer, Teamkollege Marc Bartra. Bild: Getty Images

Wenn Sie am Morgen erwachen, was denken Sie als Erstes: Hauptsache, ich lebe noch?

Wie ist das am Dienstag genau abgelaufen?

...Bartra und Sie sitzen immer nebeneinander im Bus...

Muss immer zuerst etwas Gra­vierendes passieren, bevor man handelt?

Wie können Sie so etwas verarbeiten?

Was für Symptome?

Was glauben Sie, wie lange es dauert, bis das vorbei ist und Sie den Vorfall verarbeitet haben? Was sagen die Fachleute?

Als Sie vor diesem Dienstag Meldungen von terroristischen Anschlägen hörten, was dachten Sie? Zum Glück bin ich nicht betroffen?

Ihr Mitspieler Nuri Sahin hat am Mittwoch nach dem Spiel gegen Monaco gesagt, er habe erst richtig realisiert, was passiert sei, als er seine Familie wieder ­gesehen habe.

Das Fernsehen hatte Sie kurz vor dem Anpfiff gezeigt, im Tunnel, der auf den Platz führt. War das bei Ihnen nur der übliche Versuch, sich zu konzentrieren? Oder waren Sie derart bewegt?

Die Anklage lautet auf 28-fachen Mordversuch: Sergej W. wird im Landgericht in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) von Justizbeamten zur Anklagebank gebracht. (21. Dezember 2017)
Bis der BVB in den Fussballalltag zurückfindet, wird noch einige Zeit vergehen: Die Mannschaft mit ihren Fans in Monaco.
Krankenwagen vor Ort.
1 / 47

Trainer Thomas Tuchel redete davon, wie ohnmächtig er sich in diesem Moment gefühlt habe. Weil die, die am meisten betroffen waren, nichts zu bestimmen hatten. Ihr Teamkollege ­Sokratis sagte, die Spieler seien doch keine Tiere, sondern Menschen. Wie war das bei Ihnen?

...den Leuten von der Uefa...

Wenn Sie nun trotzdem ver­suchen, etwas Positives aus diesem Spiel zu lesen: Sind Sie nicht froh, dass Sie es hinter sich und überstanden haben?

Haben Sie sich seit dem ­Dienstag die grossen Fragen des Lebens gestellt?

Ich muss drei Kreuze an die Decke machen, dass ich noch am Leben bin.

Die «Bild»-Zeitung zeigte am Donnerstag ein Bild von Ihrer Mannschaft vor dem Match gegen Monaco und schrieb dazu in riesigen Buchstaben: «Sie sollten alle sterben».

Drastisch gesagt: Zwischen Tod und Leben lagen Zentimeter.

Steigen Sie jetzt mit einem dumpfen Gefühl in einen Bus?

Die Stimmung gegen Frankfurt war gerade am Ende gewaltig. War das noch ausgeprägter als sonst? War das Dankesagen der Zuschauer noch lauter?

Was ist der Fussball in diesen Tagen für Sie?

Dass wir nach dem Spiel alle ein ­Leibchen von Marc trugen, sorgte nochmals für Gänsehaut.

War das 3:1 gegen Frankfurt wieder ein Schritt zurück zur Normalität?

So viel, dass am Mittwoch sogar ein Sieg in Monaco möglich ist?

Woher nahm die Mannschaft eigentlich die Kraft, um da so gut zu spielen?

Was wünschen Sie sich?

Grundsätzlich.