War das schnellste Tor der Super-League-Geschichte ein Abseits?

Der FC St. Gallen kassierte bei der 0:3-Niederlage in Sion nach 10 Sekunden ein Tor. Wurde es zu Recht gegeben? DerBund.ch/Newsnet hat den Schiedsrichterchef befragt.

Der FC St. Gallen wurde in Sion schon nach 10 Sekunden auf dem falschen Fuss erwischt.
Thomas Niggl@tagesanzeiger

Der erste Angriff war denn auch schon der Anfang vom Ende für den FC St. Gallen, der am Sonntag zu Hause gegen Leader Basel noch ein beachtliches 2:2 erreicht hatte.

Achtung, fertig, los im Sittener Tourbillon: Der Schweizer Vero Salatic lanciert nach dem Anstoss Carlitos über die linke Seite. Der Portugiese bedient in der Mitte den Senegalesen Moussa Konaté, der den Ostschweizer Keeper Dani Lopar schon nach 10 Sekunden bezwingt. Oder: der 10-Sekunden-Überfall.

Allerdings kommt bei den TV-Bildern die berechtigte Frage auf, ob das Tor für die Geschichtsbücher nicht aus einer Abseitsposition erzielt wurde. Luigi Ponte, Präsident der Schweizer Schiedsrichtervereinigung, löst auf und sagt gegenüber DerBund.ch/Newsnet: «Wir haben die Szene genau analysiert. Es war eine Millimeterentscheidung. Aber es war kein Abseits. Beim Pass von Carlitos stand Torschütze Konaté hinter dem Ball. Zudem war der Schiedsrichterassistent hervorragend positioniert.»

Auch St. Gallens Trainer Jeff Saibene sagte nichts von Abseits, kritisierte indes seine Mannschaft. «Wir waren mental und physisch nicht präsent», erklärte der Luxemburger nach der Partie den wartenden Journalisten im Tourbillon. Beim ersten Tor seien einige seiner Spieler noch im Winterschlaf gewesen.

DerBund.ch/Newsnet

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