Vier YB-Spieler mit Kultstatus

Sie heissen Lars Lunde, Thomas Häberli, Seydou Doumbia – und Guillaume Hoarau. Vier Spieler, die YB wesentlich geprägt haben.

Ruedi Kunz

Lars Lunde

(Bild: Adrian Moser)

Lars Lunde ist in Bern eine Kultfigur geworden. Das hat einerseits mit den 21 Toren zu tun, die er zum Titel von 1986 beisteuerte, andrerseits mit der Tatsache, dass YB seitdem nie mehr eine Meisterschaft für sich entscheiden konnte. Lunde war ein unberechenbarer Dribbler, der mit Vorlagen des Schweden Robert Prytz und des Wallisers Georges Bregy häufig etwas Kluges anzufangen wusste. Im Entscheidungsspiel gegen Xamax erzielte der damals 22-jährige Däne zwei Treffer zum 4:1-Sieg. Die ganz grosse Karriere blieb Lunde versagt. Nach einem wenig berauschenden Gastspiel bei den Bayern verunfallte er kurz nach seiner Rückkehr in die Schweiz schwer und musste seine Karriere frühzeitig beenden.

Geboren: 1964
Bei YB: 1984 bis 1986
Meisterschaftseinsätze für YB: 56
Tore für YB 31 (Schnitt: 0,55 pro Spiel)

Thomas Häberli

(Bild: Key/Alessandro della Valle) Wenn man bedenkt, dass Thomas Häberli gar kein gelernter Stürmer war und die ersten fünf Saisons vorwiegend als Mittelfeldspieler agierte, so darf sich sein Erfolgsausweis sehen lassen. Fast in jedem dritten Spiel, das er für YB bestritt, traf er ins gegnerische Tor. Der bodenständige Innerschweizer war in der letzten Dekade eine wichtige Identifikationsfigur. Bei seiner Ankunft spielte YB in den Niederungen der NLB. Als er 2009 seine Karriere beendete, hatte sich der Club in der nationalen Spitzengruppe etabliert. Nach seiner besten Saison (2007/08) schaffte es «Häbi» zum zweiten Mal kurzfristig in die Nationalmannschaft, wurde aber schliesslich nicht für die EM im eigenen Land aufgeboten.

Geboren: 1974
Bei YB: 2000 bis 2009
Meisterschaftseinsätze für YB: 267
Tore für YB: 74 (Schnitt: 0,28 pro Spiel)

Seydou Doumbia

(Bild: Manuel Zingg)

Keiner hat sich in der jüngeren Vergangenheit stärker in die Herzen der YB-Fans gespielt als Seydou Doumbia. «Doumbia, my Lord, Doumbia» sangen sie auf den Tribünen, wenn der lebenslustige Ivorer wieder mal zu schnell gewesen war für die gegnerische Verteidigung und spektakulär getroffen hatte. Als Doumbia im Sommer 2010 nach Moskau weiterzog, hinterliess er eine beeindruckende Visitenkarte: 64 Meisterschaftsspiele und 50 Tore. In Russland festigte der Stürmer seinen Ruf als exzellenter Skorer (95 Tore). In der Serie A und in der Premier League hingegen konnte er seinen Zauber noch nicht entfalten. Bei der AS Roma und aktuell bei Newcastle United kam er nicht über den Status des Ergänzungsspielers hinaus.

Geboren: 1987
Bei YB: 2008 bis 2010
Meisterschaftseinsätze für YB: 64
Tore für YB: 50 (Schnitt: 0,78 pro Spiel)

Guillaume Hoarau

(Bild: Key/Lukas Lehmann)

Guillaume Hoarau ist ein «Last-Minute-Transfer». Ende August 2014, nachdem klar war, dass YB in der Gruppenphase der Europa League vertreten ist, lotste Sportchef Fredy Bickel den Stürmer, der in Frankreich wegen zu hoher Lohnforderungen zwischen Stuhl und Bank zu fallen drohte, nach Bern. Es war eine kostspielige Investition, die sich aber lohnen sollte. Hoarau übernahm sofort eine Leaderfunktion und setzte um, was man sich von einem renommierten Stürmer mit Län­der­spielerfahrung wünscht: dass er viele Tore schiesst. Eine gute Figur macht der 32-Jährige auch als Musiker und Sänger. Jüngst vertonte er zusammen mit dem Berner Chansonnier Oli Kehrli den Georges-Brassens-Klassiker «Les passantes».

Geboren: 1984
Bei YB seit: 2015
Meisterschaftseinsätze für YB: 38
Tore für YB: 26 (Schnitt: 0,68 pro Spiel)

Der Bund

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