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Verwehungen in Madrid

So lustig kann ein torloses Unentschieden sein: Real und Atlético nützen den Rückenwind für viel Sturm. Und alles bleibt möglich in diesem Viertelfinal der Champions League.

Viel Kampf, grosse Hektik, aber keine Tore: Atléticos Arda Turan (l.) und Reals Marcelo kämpfen im Stadion Vicente Calderóns um den Ball.
Viel Kampf, grosse Hektik, aber keine Tore: Atléticos Arda Turan (l.) und Reals Marcelo kämpfen im Stadion Vicente Calderóns um den Ball.
Keystone
Die grösste Chance des Spiels gleich zu Beginn: Reals Gareth Bale scheitert solo am tüchtigen Atlético-Keeper Jan Oblak.
Die grösste Chance des Spiels gleich zu Beginn: Reals Gareth Bale scheitert solo am tüchtigen Atlético-Keeper Jan Oblak.
Keystone
...sein Gegenüber Diego Simeone dürfen mit dem Remis zufrieden sein. Es lässt für das Rückspiel im Bernabéu alles offen. Aber für Ancelotti dürfte das Derby zum Schicksalsspiel werden. Denn nun hat Real sieben Mal in Folge seinen Stadtrivalen nicht besiegen können.
...sein Gegenüber Diego Simeone dürfen mit dem Remis zufrieden sein. Es lässt für das Rückspiel im Bernabéu alles offen. Aber für Ancelotti dürfte das Derby zum Schicksalsspiel werden. Denn nun hat Real sieben Mal in Folge seinen Stadtrivalen nicht besiegen können.
Keystone
1 / 7

Was hat man vor diesem Madrider Derby nicht über Systeme geredet, über die passende Antwort auf noch zu erwartende Fragen, über zwei Mal 4-4-2, die sich wohl neutralisieren würden. Block gegen Block. Und dann kam im Vicente Calderón doch alles anders. Alle Systeme wurden verweht, nicht nur sprichwörtlich. Man macht sich ja gar keine Vorstellung, wie stark der Wind durch diese unhübsche Arena fegt, die links und rechts von der Haupttribüne offen ist und zu drei Viertel ungedeckt. Alles flatterte im Wind: die Fahnen der Uefa gegen den Rassismus, die Eckfahnen, sogar die Hosen Cristiano Ronaldos, als sich der schon früh für zwei Freistösse wie gehabt in der High-Noon-Pose aufbaute. Da war also Wind, viel Wind. Und Sturm war da auch, viel Sturm – eine Halbzeit lang kam er von Real, eine Halbzeit von Atlético Madrid. Jeweils mit Rückenwind.

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