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Vargas trifft doppelt, Lichtsteiner sieht Rot

Turbulenter Nachmittag in der Bundesliga – mit Schweizern in den Hauptrollen.

Was für ein Bundesliga-Auftakt für Ruben Vargas. Der 21-jährige Schweizer Juniorennationalspieler glänzt bei Augsburg. Mit den Süddeutschen hat er zwar erst einen Punkt geholt, dafür aber drei der vier Treffer des Teams erzielt. Bei der Niederlage gegen Bremen traf Vargas doppelt.
Was für ein Bundesliga-Auftakt für Ruben Vargas. Der 21-jährige Schweizer Juniorennationalspieler glänzt bei Augsburg. Mit den Süddeutschen hat er zwar erst einen Punkt geholt, dafür aber drei der vier Treffer des Teams erzielt. Bei der Niederlage gegen Bremen traf Vargas doppelt.
Getty Images/Christof Koepsel
Das 1:1 bei Bremen erzielte Vargas auf Vorlage von Landsmann Stephan Lichtsteiner. Der Rechtsverteidiger erlief sich eine zu weit geratene Flanke und brachte den Ball zurück in den Strafraum, wo Varas einköpfte.
Das 1:1 bei Bremen erzielte Vargas auf Vorlage von Landsmann Stephan Lichtsteiner. Der Rechtsverteidiger erlief sich eine zu weit geratene Flanke und brachte den Ball zurück in den Strafraum, wo Varas einköpfte.
Getty Images/Christof Koepsel
Mit Michael Lang war noch ein vierter Schweizer beteiligt. Er wechselte erst diese Woche nach Bremen und durfte gleich von Beginn weg spielen. Das zwischenzeitliche 2:1 leitete er ein.
Mit Michael Lang war noch ein vierter Schweizer beteiligt. Er wechselte erst diese Woche nach Bremen und durfte gleich von Beginn weg spielen. Das zwischenzeitliche 2:1 leitete er ein.
Carmen Jaspersen, Keystone
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Es ist etwas mehr als vier Jahre her, da flankte Ricardo Rodriguez auf Timm Klose. Verteidiger auf Verteidiger, Klose vollendete zum 3:0 für Wolfsburg gegen Schalke. Es war das letzte Tor eines Schweizers in der Bundesliga, das von einem Schweizer vorbereitet wurde. Bis am Sonntag. Da erlief sich Augsburgs Stephan Lichtsteiner nämlich eine zu weit geratene Flanke eines Kollegen und brachte den Ball noch einmal in den Strafraum. Dort stand Ruben Vargas, der flinke Flügel traf zum 1:1 gegen Bremen. Das war in der zwölften Minute, der Auftakt zu einem turbulenten Schweizer Nachmittag.

Im Spiel zwischen Bremen und Augsburg standen drei Schweizer in der Startformation. Neben Vargas und Lichtsteiner war auch der Neu-Bremer Michael Lang dabei. Der Ostschweizer wechselte diese Woche in den Norden, nachdem er bei Borussia Mönchengladbach in Gefahr gelaufen war, nicht auf viel Einsatzzeit zu kommen.

Schweizer Berg- und Talfahrt

Das Spiel begann furios, bereits nach sechs Minuten brachte der Japaner Yuya Osako das Heimteam in Führung. Beide Teams erspielten sich danach Chancen, drei Minuten nach dem ersten Tor schnupperte Vargas am Ausgleich, rutschte bei seinem Abschluss allerdings weg. Dann kam die Lichtsteiner-Flanke, kam das 1:1 des schweiz-dominikanischen Doppelbürgers per Kopf.

Das Spiel entwickelte sich für die beteiligten Schweizer in unterschiedliche Richtungen. Langs Bremen antwortete auf Vargas' Tor bereits neun Minuten später in Person des US-Amerikaners Josh Sargent, Lang hatte den Treffer eingeleitet. Kurz darauf holte Lichtsteiner seine erste Gelbe Karte ab, er geriet in ein Techtelmechtel mit Bremer Spielern. Vargas wurde fünf Minuten später ebenfalls verwarnt. Das Spiel wurde hitziger – auch wegen Lichtsteiner.

Der Verteidiger brachte seinen Gegenspieler in einem Laufduell zu Fall. Noch immer lief die erste Halbzeit, in seinem zweiten Spiel für die Süddeutschen sah Lichtsteiner Gelb-Rot, es war eine harte Entscheidung, die Augsburg eine Stunde in Unterzahl einbrachte. Die Gäste konzentrierten sich danach auf die Defensive und verliessen sich auf Konter. Einer davon brachte den Ausgleich. Wieder war es Vargas, der Luzerner musste nur noch zum 2:2 einschieben. Sein drittes Tor im dritten Spiel beim neuen Arbeitgeber.

Nach dem Ausgleich gehörte das Spiel weiterhin Bremen, der verdiente Lohn kam in der 67. Minute. Auch Osako wurde zum Doppeltorschützen, kurz darauf wurde Vargas ausgewechselt. Es blieb beim 3:2 für Bremen, Lang spielte als einziger Schweizer durch.

Frankfurt siegt ohne Fernandes

Drei Tage nach dem umjubelten Einzug in die Gruppenphase der Europa League durch das 3:0 gegen Racing Strassburg tat sich Eintracht Frankfurt gegen Düsseldorf zunächst schwer. Die Fortuna, die im Vorjahr mit 1:7 untergegangen war, hielt von Beginn an dagegen und liess die Frankfurter nicht zur Entfaltung kommen. Dicke Chancen blieben daher zunächst aus.

Erst nach gut einer halben Stunde musste sich Düsseldorfs Torwart Steffen Zackary bei einem Kopfball von Gonçalo Paciencia erstmals strecken. Auf der anderen Seite zielte Rouwen Hennings wenig später genauer und versenkte eine Hereingabe von Alfredo Morales per Kopf zur nicht unverdienten Gäste-Führung. Kurz vor der Pause vergab Daichi Kamada den Ausgleich, als er den Ball knapp neben das Tor schoss.

Mit Wiederbeginn schickte Eintracht-Trainer Adi Hütter dann Sturmtank Dost aufs Feld. Die erste Chance hatten aber wieder die Gäste, als Hennings (47.) mit einem strammen Schuss an Frankfurts Nationaltorwart Kevin Trapp scheiterte. Auf der Gegenseite lenkte Zackary einen Freistoss von Filip Kostic gerade noch so um den Pfosten.

Dann kam der grosse Auftritt von Bas Dost. Nach einer Flanke von Paciencia traf der von Sporting Lissabon gekommene 1,96-Meter-Hüne aus Nahdistanz mit dem Kopf und liess sich danach von den Eintracht-Fans feiern. «Wir haben sehr unglücklich verloren. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt», sagte Fortuna-Coach Friedhelm Funkel.

Telegramme:

Bremen - Augsburg 3:2 (2:1). – 40'041 Zuschauer. – Tore: 6. Osako 1:0. 12. Vargas (Lichtsteiner) 1:1. 21. Sargent 2:1. 46. Vargas 2:2. 67. Osako 3:3. – Bemerkungen: Bremen mit Lang. Augsburg mit Vargas (bis 73.) und mit Lichtsteiner (bis 34./Gelb-Rote Karte).

Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf 2:1 (0:1) – 49'800 Zuschauer. – Tore: 36. Hennings 0:1. 57. Dost 1:1. 86. Paciencia 2:1. – Bemerkungen: Eintracht Frankfurt mit Sow (ab 82.), ohne Fernandes (Ersatz).

Tabelle:

1. RB Leipzig 3/9. 2. Bayern München 3/7. 3. Wolfsburg 3/7. 4. Bayer Leverkusen 3/7. 5. Borussia Dortmund 3/6. 6. SC Freiburg 3/6. 7. Eintracht Frankfurt 3/6. 8. Borussia Mönchengladbach 3/4. 9. Hoffenheim 3/4. 9. Schalke 04 3/4. 11. Union Berlin 3/4. 12. Fortuna Düsseldorf 3/3. 13. Werder Bremen 3/3. 14. 1. FC Köln 3/3. 15. Paderborn 3/1. 16. Augsburg 3/1. 17. Hertha Berlin 3/1. 18. Mainz 05 3/0.

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