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Und plötzlich ist die Effizienz da

Der FC Zürich kann sich nach oben orientieren. Das 4:0 gegen St. Gallen ist der höchste Saisonsieg.

FCZ-Spieler Pa Modou (mit Helm) freut sich mit Torschütze Winter über dessen 1:0.
FCZ-Spieler Pa Modou (mit Helm) freut sich mit Torschütze Winter über dessen 1:0.
Walter Bieri, Keystone

Viel verdienter kann ein Tor nicht sein. Antonio Marchesano hatte in der 69. Minute das 4:0 knapp verfehlt, vier Minuten später rettete Daniel Lopar gegen ihn in höchster Not. Weitere fünf Minuten später war es dann aber doch so weit. Adrian Winters Schuss konnte St. Gallens Goalie noch stoppen, aber da war es wieder Marchesano, der am schnellsten reagierte. Es war ein Schlusspunkt unter eine Partie, die aus Sicht des FC Zürich an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig liess. «Es war in jeder Beziehung eine sehr gute Leistung», fasste der Tessiner Mittelfeldspieler die Befindlichkeit im Zürcher Lager zusammen.

Sie würden im Moment für ihre Offensivbemühungen schlecht belohnt, hatte Trainer Ludovic Magnin zuletzt verlauten lassen. Ein logisches Votum, hatten seine Spieler doch in den sieben Meisterschaftsspielen unter seiner Führung nur sechsmal jubeln können. Ein Zeichen für die Schnelllebigkeit des Fussballs war dann, dass die erste Halbzeit völlig anders verlief: Winter traf zur Führung, dann doppelte Rodriguez nach, und mit der dritten Chance nahm Dwamena bereits die Spannung aus der Partie. Magnins Analyse lautete diesmal verständlicherweise anders: «In der ersten Hälfte hatten wir die Effizienz, die in den letzten Wochen fehlte. Und man sieht, was passiert, wie sich ein Spiel entwickelt, wenn ein Tor fällt.»

8817 Zuschauer waren trotz Konkurrenz durch den Playoff-Final in den Letzigrund gekommen, und in einer Hinsicht fühlten sie sich durchaus ans Hallenstadion erinnert: Die Zürcher erzielten alle Tore durch Abschlüsse im Strafraum, sie gingen dorthin, wo man blaue Flecken riskiert. Bei den ersten beiden Toren hätte man übersetzt sogar von Treffern «aus dem Slot» gesprochen.

St. Gallen baute stark ab

Optimal verlaufen war der Start aus Zürcher Sicht nicht. In den ersten Minuten spielte sich das Geschehen oft in der FCZ-Platzhälfte ab, und die Gäste hatten auch die erste Grosschance. Yrondu Musavu-King, am Samstag beim 2:1-Sieg an gleicher Stätte gegen GC Schütze des Ausgleichstreffers, kam aus fünf Metern freistehend zum Kopfball. Diesmal blieb ihm der Torerfolg aber verwehrt. Und anschliessend kam von der zweitbesten Mannschaft der Rückrunde allzu wenig. Ein Doppelwechsel zur Pause nützte nichts, auch nicht die Hereinnahme von Buess eine Viertelstunde vor Schluss.

Giorgio Contini mochte die Leistung nicht schönreden: «Nach dem 0:3 war bei uns eine grosse Verunsicherung spürbar, wir haben auch die Zweikämpfe nicht angenommen.» Dramatisieren wollte er die Niederlage aber nicht: «Einmal tut eine richtige Klatsche gut. Jetzt sind wir wieder geerdet.»

Aus dem Abstiegsstrudel?

Mit dem zweiten Meisterschaftssieg unter Magnin laufen die Zürcher wohl endgültig keine Gefahr mehr, noch in den Abstiegsstrudel zu geraten, in dem die Hälfte der Liga steckt. Der Rückstand auf Platz 3 und St. Gallen beträgt nun noch fünf Punkte, und der Trainer sprach vom «ersten Schritt in einer für uns enorm wichtigen Woche. Den zweiten wollen wir dann am Sonntag in Luzern machen.»

Einen Wermutstropfen gab es kurz vor Schluss dennoch: Yassin Maouche schied zwei Minuten nach seiner Einwechslung nach einem Zweikampf in der Mittelzone aus. Eine Knieverletzung konnte unmittelbar nach Spielschluss nicht ausgeschlossen werden.

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