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Traditionsklub Manchester City wird arabisch

Eine Gruppe aus Abu Dhabi kauft vom ehemaligen thailändischen Ministerpräsident den Fussballklub, bei dem auch der Schweizer Internationale Gelson Fernandes spielt.

Der unter Korruptions-Verdacht stehende Politiker Thaksin Shinawatra verkauft britischen Medienberichten zufolge den Traditionsverein an ein Konsortium aus Abu Dhabi.

Manchester City bestätigt in einem Communiqué, dass Verhandlungen laufen. Der Deal sei aber noch nicht perfekt, später werde man ausführlicher informieren. Die «Abu Dhabi United Group for Development and Investment» (ADUG) meldet aber, dass die Transaktion bereits vollendet sei: «Das ist ein grosses Ereignis, sowohl für den Klub wie auch für Abu Dhabi.»

«Grösster Verein der Premier League»

Suleiman Al Fahim, Chef von ADUG, kündigte an: «Unser Ziel ist sehr einfach – wir wollen Manchester City zum grössten Verein der Premier League machen. Zunächst wollen wir zu den Top Four dieser Saison gehören.»

Nicht bekannt ist, wie viele Anteile am Traditionsverein die Investoren aus dem Golf-Emirat übernehmen wollen. Ein kompletter Rückzug Thaksins scheint aber nicht ausgeschlossen. Gegen den ehemaligen thailändischen Premier und Multimilliardär laufen in seinem Heimatland mehrere Verfahren wegen Korruption. Die Bankkonten des Milliardärs wurden von der Justiz eingefroren, was weitere Investitionen des schillernden Politikers in sein kostspieliges Hobby erschwert haben dürfte.

Einem Haftbefehl der thailändischen Justiz entzog sich Thaksin kürzlich, indem er nach den Olympischen Spielen in Peking nach London flog. Thaksin, der die Vorwürfe als «politisch motiviert» bezeichnet, plant länger nicht mehr nach Thailand zurückzukehren und stattdessen in England zu bleiben, «wo Demokratie eine wichtigere Rolle spielt». Ehrenpräsident der «Citizens» will er auf jeden Fall bleiben.

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