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Thun sucht seine Champions-League-Millionen

Die FC Thun AG steht am Dienstag vor einer brisanten Generalversammlung. Sie soll klären, was mit den Champions-League-Millionen passiert ist.

Erfolgreich: Die Thuner Mannschaft (hier die Mannschaft vor dem Spiel im Highbury gegen Arsenal) spielte dank der Champions League Millionen ein, die jetzt nicht mehr da sind.
Erfolgreich: Die Thuner Mannschaft (hier die Mannschaft vor dem Spiel im Highbury gegen Arsenal) spielte dank der Champions League Millionen ein, die jetzt nicht mehr da sind.
Keystone

Präsentiert werden den Aktionären die Bücher für die Jahre 2005 bis 2007, die aufzeigen (sollen), wo die vielen Millionen aus der Champions League (2005/2006) geblieben sind. Wie vorab durchsickerte, gibt es keine Hinweise darauf, dass die mutmasslich rund 20 Millionen Franken, welche der FC Thun vor drei Jahren für seine sensationelle Teilnahme an der Champions League verdiente, durch strafbare Handlung verschwanden. Wie die «Berner Zeitung» letzte Woche schrieb, sollen sich die damaligen Verwaltungsräte jedoch «üppige Honorare» ausbezahlt haben.

Machtkampf

Bei der GV wird indes nicht nur zurückgeschaut - es geht auch um die Zukunft. Im Berner Oberland ist nämlich ein Machtkampf zwischen dem Verwaltungsrat um Präsident Markus Stähli und der Genossenschaft Fussballstadion Thun-Süd entbrannt. Diese tritt als Investorin im geplanten Stadionbau auf und strebt durch den Kauf von einem Drittel des Aktienkapitals grossen Einfluss im Verein an. Dieser Kaufvertrag hatte die Genossenschaft noch mit dem alten Verwaltungsrat um den früheren Klubpräsidenten Kurt Weder abgeschlossen; die Aktien gingen bisher jedoch noch nicht in den Besitz der Genossenschaft über.

Der neue Verwaltungsrat möchte die Macht eines einzelnen Aktionärs eindämmen. Mittels Statutenänderung will er die Stimmkraft eines Aktionärs unabhängig seines Aktienpakets auf zehn Prozent aller Aktien begrenzen. Ziel dieses Antrages ist es, den zu grossen Einfluss der Genossenschaft zu verhindern. «Sonst braucht die FC Thun AG keinen Verwaltungsrat mehr», wie Stähli gegenüber der Berner Zeitung sagte und eine Drohung (für einen späteren Zeitpunkt) nachschob: «Es könnte sein, dass wir die Ämter zur Verfügung stellen.»

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