Thun blamiert den FC Zürich

Euphorisierte Berner Oberländer fügen dem Cupfinalisten eine empfindliche 4:0-Klatsche zu.

  • loading indicator

Fast 5'300 Zuschauer erlebten einen gloriosen Fussballnachmittag in der Arena Thun. Und sie sahen am Tag der Arbeit zwei Mannschaften am Werk, die sich unterschiedlicher nicht hätten in Szene setzen können. Auf der einen Seite sprühte das Heimteam geradezu vor Tatendrang, auf der anderen Seite grenzte der dürftige Auftritt der Stadtzürcher an Arbeitsverweigerung. Sie bekamen denn auch prompt die Quittung präsentiert, stehen sie nach nun fünf sieglosen Spielen doch wieder mitten im Abstiegssumpf drin.

Thuns Trainer Jeff Saibene dagegen sprach hinterher seinen Jungs ein dickes Kompliment aus. «Das war eine der besten Leistungen, seitdem ich hier im Amt bin. Wir waren giftig, präsent und entschlossen. Wir haben den FCZ früh gestört und bewegten uns fussballerisch auf sehr gutem Level», resümierte er. In der Tat hatte die Elf des Luxemburgers eine vehemente Reaktion auf das Pech- und Pleiten-Spiel vor Wochenfrist in Luzern (0:3) gezeigt. Und im Gegensatz zum FCZ lauert für sie von hinten absolut keine Gefahr mehr. «In Bezug auf die Tabelle war das ein wichtiger Erfolg, er gibt uns Ruhe», so Saibene.

Kaum auf Gegenwehr gestossen

Matchwinner für die deutlich überlegenen Berner Oberländer war Topskorer Ridge Munsy, der die ersten beiden Treffer von Sven Joss und Dennis Hediger bis zur 22. Minute vorbereitete und die beiden weiteren Tore in der zweiten Halbzeit gleich selber erzielte.

Beinahe widerstandslos liessen die erschreckend schwachen Gäste die vier Gegentore zu, von einer Reaktion auf die Demütigung war kaum etwas zu sehen. Die einzige gute Torchance bot sich in der 73. Minute, Thun-Goalie Francesco Ruberto wehrte den Schuss von Alexander Kerschakow aber ab.

Insbesondere die erste Halbzeit der Zürcher war bezeichnend für ihre momentane Verfassung. Die Thuner hätten bereits zur Pause mit 4:0 vorne liegen können. Eine Torchance nach der anderen wurde erarbeitet, und auch wenn das 2:0 aus einer Abseitsposition von Munsy entstanden war, ging die deutliche Führung vollauf in Ordnung.

Mitleid mit dem FCZ

Enrico Schirinzi bestätigte die desolate Verfassung der Zürcher. «Wir hatten gefühlte 90 Prozent Ballbesitz. Man hat gespürt, das der Gegner über wenig Selbstvertrauen verfügt.» Und dann äusserte der 31-jährige Abwehrspieler durchaus auch noch Mitleid: «Der FCZ ist ein Verein, der eigentlich nicht ans Tabellenende gehört.»

bd/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...