«Ein Highlight, das nie mehr weggeht»

Die Schweiz tat sich gegen Georgien lange schwer. Doch dann wurde aus dem Spiel eine fast kitschige Geschichte.

Der Debütant trifft als Einziger: Cédric Ittens 1:0. Video: SRF

Es hätte ein ernüchternder Abend werden können. Doch es wurde ein Abend mit einer schönen Geschichte. Cedric Itten, eingewechselt in der 71. Minute, traf nur sechs Minuten später bei seinem Nationalmannschaftsdebüt im Stadion seines Clubs.

«Ich kann es gar nicht realisieren. Schon das Aufgebot war unglaublich unerwartet.» Und es ging immer besser weiter für den 22-Jährigen: «Schon bei meiner Einwechslung war ich überglücklich, Nationalspieler zu sein war mein Kindheitstraum.» Und dann kam die 77. Minute und die Flanke von Zakaria. «Ich habe versucht, mich abzusetzen. Der Ball ist perfekt gekommen, und als er drin war, war ich glücklich. Es ist ein Highlight, das nie mehr weggeht.»

Sein Dank ging auch an seinen Clubtrainer Peter Zeidler. «Er hat mich immer unterstützt, auch während meiner Verletzung. Es ist wunderschön.»

Dabei hatten die Schweizer lange zu beissen am Spiel der Georgier. «Es war ein kompliziertes Spiel», sagte auch Ittens Passgeber Denis Zakaria. «Wir wussten, auf dem Papier sind wir besser.» Trotzdem hatten sie zeitweise Mühe. Sie hätten gewusst, dass es schwierig werden würde gegen diesen Gegner. Darum war er umso glücklicher, dass es ein gutes Ende nahm. «Nun haben wir drei Punkte mehr und es steht nur noch ein Spiel an.»

«Ein solcher Sieg tut uns auch mal gut»

«Die Mannschaft war läuferisch bereit», analysierte auch Nationaltrainer Vladimir Petkovic. Er hatte das Team auf eine unangenehme Partie eingestellt. Das bestätigte auch Granit Xhaka: «Wir wussten, dass sie guten Fussball spielen, und dass sie sich trauen. Wir haben gut begonnen, aber in der zweiten Halbzeit waren wir zu offen und nicht mehr kompakt.» Das sei auch der Grund gewesen, warum die Georgier zu immer mehr Chancen kamen. «Aber ein solcher Sieg tut uns auch mal gut.»

Wie der Rest des Teams freute sich auch Granit Xhaka über Ittens Tor. «Es war fast klar, dass es so kommen musste. So ist der Fussball, er schreibt Geschichten. Cedric hatte sich nicht fest vorbereitet, kam später zum Team. Aber er machte das gut.»


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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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abb

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