So schafft es die Schweiz an die EM

Die Schweiz könnte bereits am Freitagabend als EM-Teilnehmer feststehen. Ganz sicher dabei ist sie mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen.

Captain Stephan Lichtsteiner zur Ausgangslage vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Georgien. (Video: 20 Minuten)

Dem erlösenden Treffer gegen Irland in der 93. Minute sei Dank: Dem Schweizer Nationalteam reichen in den letzten beiden Spielen gegen Georgien (Freitag, 20.45 Uhr) und Gibraltar (Montag, 20.45 Uhr) vier Punkte, um sich aus eigener Kraft für die EM zu qualifizieren. Denn das 2:0 bedeutet, dass die Schweiz (11 Punkte) im Fall von Punktgleichheit mit Dänemark und Irland (beide 12 Punkte, Irland hat aber ein Spiel mehr bestritten) das bessere Torverhältnis als einer der beiden Konkurrenten aufweist. Und es ist gar möglich, dass die Schweiz schon am Freitagabend als Euro-Teilnehmer feststeht. Wenn Gibraltar in Dänemark punktet. Und die Schweiz Georgien schlägt.

Sogar bei einer überraschenden Niederlage im EM-Endspurt könnte die Schweiz doch noch an der Endrunde im kommenden Jahr teilnehmen. Es gibt nämlich ein Szenario, in dem der Schweiz ein einziger Punkt zum Weiterkommen genügt: Wenn die Dänen am letzten Spieltag Irland schlagen, sind sie Gruppensieger. Dann würde der Schweiz ein Punkt ausreichen – mit 12 Zählern hätte sie zwar gleich viele wie die Iren, aber auch in diesem Szenario die bessere Tordifferenz aus den Direktbegegnungen. Auch wenn die Aufgabe gegen die beiden schwächsten Mannschaften der Gruppe simpel scheint, mahnte Captain Lichtsteiner bei der Pressekonferenz in St. Gallen: «Solche Spiele sind immer extrem gefährlich, weil sie auf dem Papier einfach aussehen. Trotzdem haben diese Teams Spieler, die auf internationalen Niveau Erfahrung haben und guten Fussball spielen.»

Der andere Weg über die Nations-League-Playoffs

Doch auch falls es der Schweiz nicht gelingen sollte unter die besten Zwei der Gruppe D zu kommen, bestünde noch Hoffnung auf die EM: Im März nächsten Jahres werden nämlich in der Nations League nochmals vier Tickets für die Endrunde vergeben. Dann spielen 16 Mannschaften, die sich noch nicht qualifiziert haben, in vier Playoff-Pfaden aus jeweils vier Teams um die verbleibenden Plätze. Je Play-off-Pfad werden drei Partien im K.o.-System gespielt, zwei Halbfinals und ein Final. Die Ermittlung der 16 Mannschaften, die in den Play-offs um die vier zu vergebenden Startplätze für die EM-Endrunde spielen dürfen, gestaltet sich relativ kompliziert.

Da die Schweiz ihre Gruppe in der Nations League A gewonnen hatte, stünde sie jedoch auf sicher in den Playoffs für die EM und müsste dann in der K.o.-Phase den Halbfinal und den Final gewinnen. Die Halbfinale werden in nur einem Spiel über 90 Minuten entschieden (mit zwei Mal 15 Minuten Verlängerung und Penaltyschiessen). Heimrecht in den Halbfinalspielen hat dabei die in der Nations League besser klassierte Mannschaft – das Heimrecht für den Final wird ausgelost. So wie es derzeit aussieht, wären die möglichen Schweizer Gegner Island, Bulgarien, Israel oder Rumänien.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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kvo/fas

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