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Sieben Tote nach Cupfinal in Brasilien

Nach dem Cupsieg von Palmeiras São Paulo haben Kriminelle die lautstarken Feiern der Fans für gezielte Mordanschläge genutzt.

Mindestens sieben Menschen wurden in der Nacht zum Donnerstag erschossen, wie brasilianische Medien übereinstimmend berichteten. Die Polizei schloss später aus, dass die Gewalttaten in Osasco im Grossraum São Paulo von rivalisierenden Fan-Gruppen begangen wurden. Die Tatorte seien vielmehr als Umschlagsplätze für Drogen bekannt und in diese Richtung gingen auch die Ermittlungen.

Die Täter hätten die Feiern der Palmeiras-Fans nach Vermutung der Polizei genutzt, um im Getöse von Musik, Böllern und Raketen den Lärm der tödlichen Schüsse zu verdecken. Die Unbekannten kamen auf Motorrädern oder Autos und eröffneten an unterschiedlichen Orten in Osasco das Feuer. Keines der Opfer war den Angaben zufolge Fan des Klubs Palmeiras, der sich zuvor im Final-Rückspiel der Copa do Brasil mit einem 1:1 gegen Coritiba den zweiten Cupsieg in der Vereinsgeschichte gesichert hatte.

Die Polizei hatte sich besorgt gezeigt, dass es nach anfänglichen Berichten über einen möglichen blutigen Streit zwischen rivalisierenden Fans zu Vergeltungsaktionen kommen könnte. In São Paulo selbst kam es nach dem Spiel in einem Stadtteil zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die Tränengas und Gummigeschosse einsetzte, um eine Ansammlung von Palmeiras-Fans aufzulösen.

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