Sieben Bayern-Tore gegen Donezk

Bayern München zieht mit einem 7:0 in die Viertelfinals der Champions League ein. Ein früher Platzverweis gegen Donezk lässt die Dämme brechen.

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Etwas Nervosität war bei Bayern München nach dem torlosen Remis im Hinspiel aufgekommen. Es gehe schliesslich nun um Alles oder Nichts, betonten die Münchner Spieler. Letztlich setzten sie sich aber ohne die geringste Mühe durch. Thomas Müller mittels Foulpenalty und Jérôme Boateng in der 34. Minute sorgten früh für klare Verhältnis in diesem Duell. Was folgte, war ein Kür und die Einstellung des höchsten Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte, des 7:0 gegen den FC Basel im Achtelfinal-Rückspiel von vor drei Jahren.

In der heimischen Allianz Arena, wo der deutsche Meister 16 seiner 17 Saisonspiele gewonnen hat, verflog die Anspannung rasch. Keine drei Minuten benötigten Arjen Robben, Franck Ribéry und Mario Götze, um die spielentscheidende Aktion zu kreieren. Götze wurde im Strafraum gefoult. Müller verwertete den Penalty stilsicher, und Schachtar agierte von diesem Zeitpunkt an nur noch zu zehnt, weil Alexander Kutscher für sein Foul mit der Roten Karte bestraft worden war.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte das für Regelfragen zuständige International Football Association Board entschieden, in solchen Fällen an der sogenannten Dreifach-Bestrafung festzuhalten: Penalty, Rote Karte und Sperre. Bayerns Keeper Manuel Neuer hatte unter anderen diese Vorgehensweise kritisiert. Gestern kam sie ihm und seinen Teamkollegen entgegen. Bayern München setzte gegen zehn Ukrainer zum Sturmlauf an und hätte schon in der ersten Viertelstunde drei, vier Treffer erzielen können.

Die Gastgeber belagerten den Strafraum von Donezk praktisch ohne Unterbruch, hatten über zwei Drittel der Zeit den Ball in den eigenen Reihen, zum Teil sogar im gegnerischen Strafraum, wo sich nicht selten fünf, sechs Bayern-Spieler befanden. In der 34. Minute profitierte Innenverteidiger Boateng von einem Abpraller des viel beschäftigen ukrainischen Goalies Andrej Pjatow, um das 2:0 zu erzielen. Es war erst das zweite Champions-League-Tor des deutschen Internationalen. Nach der Pause folgten logischerweise die weiteren Treffer: von Ribéry (49.), Müller (52.), Holger Badstuber (63.), Robert Lewandowski (75.) und Götze (87.). Müller schwang sich mit seinem 26. Champions-League-Tor zusammen mit Mario Gomez zum besten deutschen Goalgetter des Wettbewerbs auf.

Der ukrainische Meister, der ohnehin vor einer Herkules-Aufgabe gestanden hatte, war in nummerischer Unterzahl offensiv praktisch inexistent. Die brasilianische Armada von Schachtar um den diesjährigen Champions-League-Topskorer Luiz Adriano sah kaum einen Ball und brachte keinen Schuss aufs Tor von Neuer.

Bayern München - Schachtar Donezk 7:0 (2:0)

69'000 Zuschauer. - SR Collum (Scho). - Tore: 4. Müller (Foulpenalty) 1:0. 34. Boateng 2:0. 49. Ribéry 3:0. 52. Müller 4:0. 63. Badstuber 5:0. 75. Lewandowski 6:0. 87. Götze 7:0.

Bayern München: Neuer; Rafinha, Boateng, Badstuber (67. Dante), Alaba; Schweinsteiger; Götze, Müller; Robben (19. Rode), Lewandowski, Ribéry (59. Bernat).

Schachtar Donezk: Pjatow; Srna, Kucher, Rakizki, Schwetschuk; Taison (9. Kriwkow), Fred, Stepanenko, Douglas Costa (79. Wellington); Luiz Adriano, Alex Teixeira (70. Ilsinho).

Bemerkungen: Bayern München ohne Alonso (gesperrt), Martinez und Thiago (beide verletzt). Schachtjor ohne Bernard (verletzt). 3. Rote Karte gegen Kucher (Notbremse). Verwarnungen: 26. Badstuber (Foul). 38. Douglas Costa (Foul).

si

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