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Sforza ist neuer Thun-Trainer

Der Ex-Internationale Ciriaco Sforza wird Nachfolger des zum FC Basel gezogenen Urs Fischer.

Ciriaco Sforza trainiert ab kommender Saison den FC Thun.
Ciriaco Sforza trainiert ab kommender Saison den FC Thun.
Keystone

Nein. Eine Überraschung ist der Name nicht, welchen der FC Thun am Sonntagabend bekannt gegeben hat. Ciriaco Sforza galt als Favorit Nummer eins für den Trainerposten, seit Urs Fischers Wegzug zum FC Basel feststand. Weit vor Sven Christ und Carlos Bernegger («Bund» vom 19. 6.). Die Thuner scheinen sich ihrer Sache sicher zu sein. Ciriaco Sforza sei der «absolute Wunschkandidat», schreibt der Klub in einer Medienmitteilung. Er habe als Trainer Vereine der Super League geführt und selber in der höchsten Schweizer Liga und im Ausland Fussball gespielt. Beeindruckt hat die Vereinsführung die Art und Weise, wie der einstige Luzern- und GC-Coach zuletzt beim FC Wohlen wirkte: Er habe dort innert kurzer Zeit eine «selbstbewusste, spielstarke Mannschaft» geformt, die sich unter den Top 3 der Challenge positioniert habe.

«Ein spannender Typ»

Es mangelt nicht an kritischen Stimmen, die Zweifel haben, ob der mode- und selbstbewusste Aargauer mit ruhmreicher Spielervergangenheit (Bayern, Inter, Kaiserslautern) und der beschauliche Oberländer Verein, wo Bodenständigkeit und Zurückhaltung hochgeschätzte Tugenden sind, zusammenpassen. Sportchef Andres Gerber weiss um die Skepsis, die dem neuen Chefcoach entgegenschlägt. «Ciriaco Sforza ist ein spannender Typ, der uns mit seinem Auftreten guttun könnte.» Auch für ihn selber sei der einstige Captain der Nationalmannschaft «eine neue Herausforderung». Unter Fischers gestrengem Regime habe er sich kaum um das Team kümmern müssen. Diesbezüglich werde er in nächster Zeit ziemlich sicher mehr gefordert sein. Angst, dass sich der neue Trainer wie einst bei Luzern und GC an starken Spielercharakteren aufreibt, hat Gerber nicht: «Er hat viel gelernt und eine neue Chance verdient.»

In den Gesprächen mit Sforza will Gerber herausgespürt haben, dass dieser unbedingt zum FCT kommen wollte. «Wir sind eine Riesenchance für ihn. Und er suchte einen Klub, der ihm Nestwärme gibt.» Solche habe er zum Beispiel bei Lugano nicht gespürt. Bei den Tessinern war Sforza als Nachfolger von Aufstiegstrainer Livio Bordoli im Gespräch.

Offene Fragen im Vertrag

Bei der Vertragsunterzeichnung mit Sforza war grosse Eile angesagt. Die Thuner wollten möglichst kurz mit einem Übergangsregime die Vorbereitung bestreiten, weil sie in weniger als vier Wochen ein erstes Mal in der Europa League gefordert sind. Präsident Markus Lüthi hielt es für angebracht, mit Sforza erst in den nächsten Tagen über die Länge des Vertrages zu verhandeln. Der 45-Jährige leitet heute erstmals das Training bei seinem neuen Arbeitgeber.

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