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Schiedsrichter bringt Köln um einen Punkt

Nach 14 Heimspielen ohne Niederlage reisst die Kölner Serie. Das 0:1 gegen Hannover ist allerdings höchst umstritten: Leon Andreasen erzielt das Siegtor mit dem Arm.

Fehlentscheid: Die Hannoveraner feiern den einzigen Treffer, während Köln-Goalie Horn zurecht Handspiel reklamiert.
Fehlentscheid: Die Hannoveraner feiern den einzigen Treffer, während Köln-Goalie Horn zurecht Handspiel reklamiert.
Keystone

Die Szene in der 38. Minute wird eine kontroverse Debatte zur Folge haben. Nach einem Corner Kiyotakes gelangte der Ball via Schulz zu Andreasen, der sich mit ausgestrecktem Arm den entscheidenden Vorteil verschaffte. Trotz beträchtlicher Proteste der Einheimischen annullierte der Schiedsrichter Bastian Dankert das irreguläre Tor der Hannoveraner nicht.

Andreasen selber dürfte die Brisanz seiner Aktion durchaus realisiert haben. Unmittelbar nach dem 1:0 hielt der Däne an der Seitenlinie eine kurze Besprechung mit seinem Trainer Michael Frontzeck ab – ohne sichtbares Ergebnis. «Wir haben nicht über das Tor geredet», behauptete Frontzeck nach dem ersten Auswärtserfolg der Saison.

Angesichts ihrer prekären Lage stellten die Verantwortlichen von Hannover die Gunst des kurzen, aber entscheidenden Schummel-Moments über den Fairplay-Gedanken. Kölns Manager Jörg Schmadtke hielt mit seinem Ärger selbstredend nicht zurück: «Wenn es 40'000 im Stadion sehen, müssen es auch die Schiedsrichter sehen.»

Aber offenbar hätte nicht jeder die gleiche Wahrnehmung, regte sich Schmadtke auf. Aber die FC-Vertreter verloren trotz des erheblichen Fehlentscheids das Augenmass nicht. Sie hätten im Prinzip genug Zeit gehabt, die Wende zu erzwingen. «Aber wir machten zu wenig Druck», gestand Schmadtke ein.

Stuttgarts erster Heimsieg

Jobgarantien sind zwar nicht üblich, zuletzt aber doch ziemlich en vogue. Gladbachs Manager Max Eberl erteilte vor ein paar Wochen Lucien Favre eine, die Fortsetzung ist inzwischen bekannt. Stuttgarts Coach Alexander Zorniger erhielt von Robin Dutt ebenfalls eine öffentliche Zusicherung, sein Arbeitsplatz sei in den kommenden Wochen nicht gefährdet.

Die Geduld zahlt sich im Fall des VfB offenbar fürs Erste aus. Im fünften Anlauf setzten die Schwaben ihrer Nullbilanz im eigenen Stadion ein Ende. 1:0 rangen sie den zuvor auswärts unbesiegten Aufsteiger Ingolstadt nieder. Nach der Parade des Tages – Tyton parierte einen Foulpenalty von Leckie (4.) – markierte Didavi das Tor des Tages. Dem 1:0 in der 59. Minute haftet allerdings der Makel an, dass der Stuttgarter bei der Berührung des Schusses von Klein im Offside stand.

Die Erfolge Hannovers und Stuttgarts haben Folgen. Hoffenheim sackt unter den Trennstrich ab, Europa-League-Teilnehmer Augsburg, im letzten Frühling neben Mönchengladbach die eigentliche Mannschaft der Stunde, stürzt gar ans Ende der Tabelle ab.

Köln - Hannover 0:1 (0:1). - 48'700 Zuschauer. - Tor: 38. Andreasen 0:1.

Stuttgart - Ingolstadt 1:0 (0:0). - 45'700 Zuschauer. - Tor: 59. Didavi 1:0. - Bemerkung: 4. Tyton (Stuttgart) hält Foulpenalty von Leckie.86. Gelb-Rot gegen Serey Die (Stuttgart/Foul).

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