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Schaden die Bayern dem deutschen Fussball?

Die Transferpolitik des FC Bayern ist Gladbachs Sportchef Max Eberl ein Dorn im Auge. Er wirft den Münchnern vor, unreife Talente zu ernten.

Wohin nur mit all den Talenten? Bayern-Trainer Josep Guardiola könnte zwei starke Mannschaften stellen.
Wohin nur mit all den Talenten? Bayern-Trainer Josep Guardiola könnte zwei starke Mannschaften stellen.
Keystone

Ehe die Bayern Xherdan Shaqiri an Inter Mailand verkauften, lotsten sie bereits wieder ein neues Talent nach München. Für 7 Millionen Euro stiess der 19-jährige Joshua Kimmich, der zuletzt vom VfB Stuttgart an RB Leipzig ausgeliehen war, zum deutschen Rekordmeister. Ob Kimmich, der noch keine Bundesligapartie absolviert hat, im Starensemble von Trainer Josep Guardiola zum Zug kommen wird, darf man durchaus bezweifeln, zumal selbst ein gestandener Nationalspieler wie Shaqiri nicht über die Rolle des Ersatzmanns hinausgekommen war.

Max Eberl, der Sportchef des Bundesliga-Vierten Borussia Mönchengladbach, hätte Kimmich vom Transfer zum FC Bayern abgeraten. «Meine Auffassung ist, dass sich ein Talent genau überlegen sollte, wo es sich ausbilden lässt. Dass jetzt jeder dem Ruf eines grossen Clubs folgen soll, würde dem Fussball schaden», sagte Eberl der «Rheinischen Post». Es gebe genug Beispiele dafür, dass Talente so in der Versenkung verschwunden seien.

«Die jungen Spieler können sich auch anderswo ihre Sporen verdienen und dann zu den Bayern gehen. Dann profitieren auch die anderen Clubs davon, denn die Ablösesummen fliessen in die Clubs hinter den Bayern. Wenn man die Talente aber erntet, bevor sie reif sind, weiss ich nicht, ob das dem deutschen Fussball guttut», so Eberl weiter.

Den 19-jährigen Dänen Pierre-Emile Höjbjerg, der als eine der grössten Zukunftshoffnungen im europäischen Fussball gilt, verliehen die Bayern in dieser Woche für ein halbes Jahr an den FC Augsburg. «Dort möchte ich den nächsten Schritt machen und in der Rückrunde Spielpraxis in der Bundesliga sammeln», sagte Höjbjerg. In München kam er in dieser Saison nur achtmal zum Zug, fünfmal als Joker.

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