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Ruefers Versprecher und andere Anekdoten

Die WM-Auslosung bietet Stoff aller Art. Ein Russe verspricht sich, die Schweden albträumen und Figo vermittelt.

Hat es nicht so mit Gary Lineker: Sascha Ruefer.
Hat es nicht so mit Gary Lineker: Sascha Ruefer.
Keystone

Der Albtraum

Zittern vor dem Weltmeister

Die schwedische Zeitung «Aftonbladet» schrie sich den Ärger richtiggehend vom Leib: «Albtraumgruppe!» Aber wen wundert es – von allen Mannschaften, die sich das Blatt auf keinen Fall für seine Schweden gewünscht hatte, ­bekam es jene, die sie sich am allerallerwenigsten gewünscht hatte: Deutschland. Mit Mexiko und Südkorea als weitere Gegner scheint der Kampf um den Platz hinter dem Titelverteidiger allerdings offen. In Deutschland sorgte die Auslosung für Zuversicht. «Sportlich sind das sehr interessante Gegner. In der Gruppe wollen wir den Grundstein für eine erfolgreiche Titelverteidigung ­legen», sagte Trainer Joachim Löw.

Der Spruch

Wenn Ruefer mit Lineker

SRF-Kommentator Sascha Ruefer kam während der Übertragung auf SRF 2 in Wallung: «Gary Lineker brauchen wir in unseren Breitengraden nicht vorzustellen. Den Mann, der bei der WM dabei war und jetzt als BBC-Moderator zu Kultstatus aufgestiegen ist. ‹Man of the Match›, eine wunderbare Sendung ­jeweils am ­Wochenende. Tolle Geschichte.» Tatsächlich: tolle Geschichte. Nur nicht ganz korrekt: Die Sendung heisst «Match of the Day».

Das Blackout

Figo statt Oberschenkel

Das iranische Fernsehen machte seine Drohung wahr und zensierte einen Teil der Auslosung. Dies wegen der allzu freizügig angezogenen Moderatorin Maria Komandnaja, deren Oberschenkel durch ihr langes, schwarzes Kleid zu sehen war. Um Protesten der iranischen Fussballfans vorzubeugen, hatte der TV-Sender den früheren portugiesischen Mittelfeldkünstler Luis Figo eingeladen, um die zensierten Szenen zu überbrücken.

Das Duell

Brisanz und Einerlei

Er litt und fluchte und schoss aus allen Lagen, am Ende waren Cristiano Ronaldo und seine Kollegen trotzdem nicht gut genug: Im Achtelfinal der WM 2010 unterlag Portugal dem grossen Nachbarn Spanien nach hartem Kampf 0:1. Und auch zwei Jahre später waren im EM-Halbfinal die Spanier eine Nuance besser. Nun erhält Portugal einen dritten Versuch in wenigen Jahren und die Möglichkeit zu einer Revanche – das Duell der beiden Rivalen am 15. Juni in Sotschi ist die brisanteste Partie der gesamten Vorrunde. Das Gegenstück dazu ist die Gruppe H mit Polen, Senegal, Kolumbien und Japan: Brisanz kann man hier lange suchen.

Die Wutrede

Ein Monolog des Herrn Mutko

Einmal mehr nutzte Russlands Sport­minister Witali Mutko das Scheinwerferlicht, um die Dopingvorwürfe gegen russische Sportler kategorisch abzustreiten. An einer Medienkonferenz vor der Aus­losung sagte er: «Ich bin bereit, in jedes Gericht zu kommen, um zu sagen, dass Russland kein Doping betreibt. Wir brauchen das nicht.» In einem zehnminütigen Monolog unterstellte Mutko vor der internationalen Presse eine Ungleichbehandlung. «In Russland ist immer alles schlecht, und im Rest der Welt ist alles gut», sagte der 58-Jährige und ver­sicherte: «Es gab nie eine Manipulation und wird nie eine Manipulation geben.»

Die Tickets

Nun beginnt die zweite Phase

Am kommenden Dienstag beginnt die zweite Phase des Vorverkaufs. Unter www.Fifa.com/tickets können Anträge für konkrete Spiele eingereicht werden, die schliesslich nach Losverfahren ver­geben (und unmittelbar der Kreditkarte belastet) werden. Um Tickets zu bestellen, muss eine Fan-ID gelöst werden, mit der schliesslich auch die visumsfreie Einreise nach Russland ermöglicht wird.

Und sonst?

Wer fehlt?

Italien.

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Video – «Costa Rica ist ein unangenehmer Gegner»

Coach Vladimir Petkovic erwartet schwierige Spiele an der WM in Russland. (Video: Tamedia mit Material von SRF)

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