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Rote Karte berechtigt? Das sagt der Experte

Liverpool-Spieler Lazar Markovic musste vom Feld, nachdem er den Arm ausgefahren hatte. Ein heikler Entscheid für den Ref – genauso wie ein Hechter von FCB-Goalie Tomas Vaclik.

Es läuft die 60. Spielminute: Der eingewechselte Lazar Markovic, nach dem Seitenwechsel auffälligster Spieler des FC Liverpool, blickt entsetzt auf Björn Kuipers Rote Karte. Während der Serbe das Unschuldslamm mimt, belegen die TV-Bilder klar: Markovic sucht den Basler Behrang Safari und fährt die Hand aus. «Auch wenn es sich nur um einen minimen Kontakt handelt, für mich ist es eine klare Tätlichkeit», urteilt Luigi Ponte, Präsident des Schweizerischen Schiedsrichter-Verbandes (SSV).

Nicht beeinflussen lassen

Noch entzückter war Ponte ob der Entscheidung in der 72. Minute. Mutig wirft sich FCB-Goalie Tomas Vaclik dem anstürmenden Steven Gerrard entgegen, es kommt zum Zusammenprall. Auf den ersten Blick sieht es wie ein Foul des Torhüters aus. Erst in der Wiederholung wird ersichtlich, dass Vaclik zuerst den Ball, erst dann den Gegner berührt. Dass SRF-Experte Volker Finke trotzdem für einen Strafstoss plädiert, versteht der SSV-Präsident nicht: «Es ist nicht entscheidend, ob Vacliks Intervention die Richtung des Balles verändert oder nicht. Kuipers hat auch diese Situation hervorragend gesehen.»

Der Aargauer taxiert die Leistung des Spielleiters als «sensationell» und erfreut sich an einer positiven Werbung für alle Unparteiischen. «Bei einem Fehlentscheid wird sofort moniert, dass der Schiedsrichter das Spiel entschieden habe.» Der Holländer habe sich weder vom Publikum, noch von grossen Namen beeinflussen lassen. Ponte will an den nächsten Schiedsrichterkursen Bilder von diesem Spiel zeigen, denn entscheidend für die tadellose Leistung war, dass Kuipers immer am richtigen Ort stand. «Bereits an der WM in Brasilien hat mich Kuipers beeindruckt. Für mich ist er einer der besten Schiedsrichter der Welt», so der 62-Jährige.

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