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Ronaldo, der Ratlose

Real Madrid geht als Aussenseiter in den Clásico beim FC Barcelona. Auch weil sich Cristiano Ronaldo wie eine beleidigte Leberwurst gebärdet.

Verstimmt: Kann Cristiano Ronaldo nach dem Clásico wieder lachen?
Verstimmt: Kann Cristiano Ronaldo nach dem Clásico wieder lachen?
Keystone

In der Tabelle sieht es für Real Madrid gar nicht so schlecht aus: Nur ein Pünktchen trennt die Königlichen vom FC Barcelona und dem Leaderthron. Oder anders gesagt: Bezwingen die Madrilenen am Sonntagabend den Erzrivalen in dessen Stadion, sind die selbst wieder Erster. Die Stimmungslage bei Real aber ist denkbar schlecht. Beschämend seien die jüngsten Auftritte gewesen, schreibt die gerade in Madrid sehr einflussreiche Sportzeitung «Marca». Sie fordert für den Fall einer Niederlage im Clásico den Kopf von Trainer Carlo Ancelotti.

Einer, der Ancelotti schon oft mit seine Toren half, ist Cristiano Ronaldo. Der Stürmer aber steckt im Tief, gab in vier der letzten zehn Ligaspiele keinen Schuss aufs gegnerische Tor ab und war in dieser Periode nur fünfmal erfolgreich. In den ersten 14 Ligaspielen der Saison hatte Ronaldo 25 Treffer erzielt. Real-Verteidiger Sergio Ramos glaubt, dass sich der Weltfussballer mit seinen eigenen Ansprüchen im Weg steht und deshalb so schlecht gelaunt ist: «Er ist sich gewohnt, 60 Tore pro Jahr zu schiessen, wenn es nur 40 sind, ist er unglücklich. Er hat einen sehr ehrgeizigen Charakter.»

Beim 2:0 gegen Levante am vergangenen Wochenende hätte Ronaldo wieder einmal getroffen, doch Gareth Bale hielt noch seinen Fuss in den Schuss des Portugiesen. Die Folge: eine abschätzige Geste in Richtung von Bale und harsche Kritik an Ronaldos Auftreten. «Als Fan möchte ich Ronaldo nicht so sehen, aber so ist er halt», sagte Reals Vereinslegende Carlos Santillana.

Barça gegen Real, das bedeutet auch Lionel Messi gegen Cristiano Ronaldo. Und die Statistik für 2015 spricht klar für den Argentinier in Diensten des FCB. In 18 Spielen traf er 20-mal, was einen Treffer alle 78,8 Minuten macht, und gab zwölf Assists. Ronaldo musste sich mit neun Treffern in 14 wettbewerbsübergreifenden Partien begnügen. Er durfte also nur alle 132,1 Minuten jubeln. Sehr bescheiden ist seine Ausbeute von lediglich vier Vorlagen.

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