Plaudern mit Uli F. und Adi H.

Ex-YB-Trainer Uli Forte plaudert aus dem Nähkästchen, sein Nachfolger Adi Hütter lässt die Fussballrhetorik hochleben

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(Bild: Keystone)

Adi Hütter trat an seinem ersten Arbeitstag vor die Medien und sprach davon, wie er mit YB spielen wolle. «Mit Pressing», sagte er, «begeisternder Fussball» solle es sein. Mit den Spielern wolle er Beziehungen aufbauen, das werde viel Zeit in Anspruch nehmen. Hütter sprach mit der der Branche eigenen Rhetorik: wenig sagen, keine unnötigen Angriffsflächen bieten. Es war eine Rhetorik, von der sich sein Vorgänger Uli Forte am Wochenende wohltuend distanzierte, als das Fussballheft «Zwölf» seine 50. Ausgabe feierte. Forte nahm also auf dem Podium Platz und begann zu plaudern. Er erzählte vom Brief, den er im Sommer vom YB-Verwaltungsrat bekam und in dem seine Arbeit mit blumigen Worten gepriesen wurde. Er schilderte die Zeit seiner Entlassung, als er die vergangenen Monate reflektierte. Sein Fazit – Forte lächelte –, er habe nichts falsch gemacht. Gelächter im Saal.

Die Leute stellten Forte Fragen, er beantwortete sie beschwingt, eloquent, gar ironisch: Zu der missglückten Europa League-Kampagne der Berner befragt, sagte er augenzwinkernd, diese seien halt in eine «sehr starke Mannschaft aus Aserbeidschan» gelaufen. Auf seine Zukunft angesprochen, erwiderte er, nach Wil, St. Gallen, GC und YB könne es in der Schweiz nur noch Basel sein. Und fügte an, vielleicht sei es besser einen Schritt zurückzugehen und dann zwei vorwärts zu machen. Ein Angebot aus Tunesien habe er «abgelehnt», die Serie B sei «interessant». Und St. Gallen? «Kein Kommentar.» Die Fussball­rhetorik hatte auch ihn eingeholt.

DerBund.ch/Newsnet

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