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Platini nach Gerichtstermin siegessicher

Michel Platini macht sich offenbar keine Sorgen, dass er den FC Sion doch noch zur Europa League zulassen muss. Nach seiner Aussage vor dem Waadtländer Kantonsgericht strahlte der Uefa-Präsident wie ein Maikäfer.

Bester Laune: Michel Platini verlässt das Waadtländer Kantonsgericht. (Video: Reuters)

Michel Platini begründete heute vor den Lausanner Richtern seinen Beschluss, den FC Sion für die Gruppenphase der Europa League zu sperren. Die Verhandlung dauerte den ganzen Morgen, auch Sion-Präsident Christian Constantin war anwesend. Platini selbst äusserte sich gegenüber den Medien nicht zum Fall Sion. Er machte aber einen überaus zufriedenen Eindruck und liess durch seinen Kommunikationschef Alexandre Fourtoy ausrichten, er sei sehr froh, dass er seine Argumente vorbringen konnte.

«Die Europa League unterliegt einem Regelwerk, dass öffentlich zugänglich ist. Der Internationale Sportgerichtshof CAS ist ein Teil dieser Regelung. Darf man in der Europa League spielen, wenn man die Regeln nicht befolgt?», stellte Fourtoy eine rhetorische Frage. Der FC Sion will die Zulassung zur Europa-League-Gruppenphase nicht vor dem CAS, sondern vor einem zivilen Gericht erstreiten, die Uefa lehnt dies ab. Grund für den Sittener Ausschluss ist der Einsatz nicht qualifizierter Spieler im Playoff gegen Celtic Glasgow. Wegen des Fifa-Transferbanns gegen den FC Sion hätten diese nicht spielen dürfen.

Die betroffenen Klubs werden aktiv

Auf der Uefa-Homepage wurde am Dienstagabend bekanntgegeben, dass der europäische Verband darüber informiert worden sei, dass das Kantonsgericht alle vom FC Sion gegen die Uefa gerichteten Vollstreckungsmassnahmen abgelehnt habe. Das betraf insbesondere das Ziel, die Walliser heute Abend gegen Stade Rennes antreten zu lassen. Zudem muss die Uefa dem FC Sion auch nicht für jeden Tag, an dem die Anweisung nicht ausgeführt wird, 1000 Franken Schadenersatz zahlen.

Die Uefa wurde ausserdem laut eigenen Angaben vom internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne davon in Kenntnis gesetzt, dass Udinese, Celtic Glasgow, Atletico Madrid und Rennes einen Antrag eingereicht haben, als Parteien am Schlichtungsverfahren zwischen der Uefa und dem FC Sion teilnehmen zu dürfen. Die vier Vereine hätten klar zum Ausdruck gebracht, dass jede Änderung am aktuellen Stand der Gruppe I sie signifikant betreffen würde.

Für die Uefa ist klar, dass alle Änderungen am Format der Europa League mit den vier anderen in dieser Sache betroffenen Klubs dieser Gruppe besprochen werden müssen. Sie hat deswegen für Freitag ein Treffen mit den vier beteiligten Klubs organisiert, um die verschiedenen Szenarien einer Reintegration der Walliser in die Gruppe I zu diskutieren, sollte der FC Sion vor dem CAS recht bekommen.

si/ak/fal

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