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Bürkis folgenschwerer Patzer

Schon wieder: Dortmund gibt nach einem Fehler des Schweizers Punkte ab. Das sagen seine Mitspieler.

Roman Bürkis Patzer im Video. Quelle: SRF

Es war wohl das richtige Wort, das der Social-Media-Verantwortliche von Borussia Dortmund wählte, als der BVB bei Apoel Nikosia in Rückstand geriet: «Unfassbar.» Mehr stand da nicht auf Twitter, mehr brauchte es auch nicht. Der Bundesliga-Tabellenführer blamierte sich beim 1:1 auf Zypern, daran trug auch der Schweizer Torhüter Roman Bürki eine Mitschuld.

Er hatte in der 62. Minute nach einem katastrophalen Pass zu einem Gegenspieler noch zweimal die Chance, seinen Fehler gut zu machen. Doch zuerst liess er den Schuss abprallen, dann konnte er auch Nikosia-Stürmer Poté nicht stoppen.

Das Unentschieden erschwert die Situation in der Champions League weiter: Nach drei Spielen steht Dortmund mit nur einem Punkt da, Tottenham und Real Madrid sind mit je sieben Punkten bereits weit voraus. Ein Weiterkommen wird nun ganz schwierig.

Auch wegen Bürki: «Mega-Bock» nannte «Bild» den Aussetzer des 26-Jährigen. «Sport 1» investierte nach dem Spiel in der Matchanalyse über vier Minuten in die Szene, ganz nach dem Motto: «Ist Roman Bürki nicht gut genug für den BVB?»

Zum wiederholten Mal in der Kritik

Bürki steht diese Saison nicht zum ersten Mal in der Kritik: Er bekam beim 2:3 am Wochenende gegen Leipzig keine guten Noten und sah bereits gegen Tottenham und Real Madrid in der Champions League unglücklich aus. Dabei geht fast vergessen, dass er einen hervorragenden Saisonstart hinlegte und in den ersten fünf Bundesliga-Partien ohne Gegentreffer blieb.

Nach dem Patzer gegen Nikosia wurde Bürki noch auf dem Platz von den Teamkollegen getröstet. Trainer Bosz nahm den Schweizer danach in Schutz: «Er hat gepatzt, das weiss er selber. Aber Roman hat uns diese Saison schon oft geholfen und war sehr entscheidend. Wir dürfen ihm jetzt keinen Vorwurf machen.» Innenverteidiger Sokratis sagte: «Ich habe auch schlechte Tage.» Und Captain Marcel Schmelzer fand die Szene «gar nicht so schlimm»: «Wenn der Pass ankommt haben wir drei Gegner überspielt und genau die Situation, die wir haben wollten. Deswegen mache ich ihm da überhaupt keinen Vorwurf.»

Bürki selber machte sich ohne Kommentar auf in die Garderobe und in den Spielerbus. Reden hätte wohl auch nicht geholfen, denn er selber wusste: «Unfassbar.» (te)

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